Aktuell

 

Hier unser Wahlspruch hinsichtlich der vielen Flüchtlinge, die nun nach und nach in Hausen untergebracht werden. Das Wort Hausen ergibt vorwärts und rückwärts gesprochen einen Sinn (es ist ein Palindrom).  Rückwärts gesprochen ergibt sich nämlich  das Wort ‚Nesu’ah‘. Und das bedeutet im Hebräischen ‚die Gereiste‘. Wie gut passt das zu der Situation, in der sich viele Menschen  derzeit befinden. Wir wollen Ihnen offen, freundlich und hilfsbereit begegnen. Manche Schulkinder stellen sich aber unter der Gereisten auch eine kleine Drachenfrau vor, die den Flüchtlingen auf ihrer gefährlichen Reise zur Seite steht, sie beschützt und sie heil und sicher nach Hausen bringt. So entstanden unsere Postkarten und unserer Anstecker. Mit ihnen wollen wir die Haltung der Schule zum Ausdruck bringen. Und bald soll es dazu ein Bilderbuch geben. Erste Entwürfe dazu sind im Entstehen.

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Tanz, Musik, Theater und Kunst. Diese Schwerpunkte werden die jetzt eingeschulten Kinder im Laufe ihrer Schullaufbahn erleben. Künstlerinnen und Künstler aus vielen verschiedenen Sparten freuen sich darauf, mit den Kinder zu arbeiten. Nesu’ah ist der Titel dieses Projekts. Und Nesu’ah ergibt sich, wenn Hausen rückwärts gesprochen wird. Und das bedeutet auf Hebräisch – ‚die Gereiste‘. Unter der Gereisten stellen sich die Kinder eine Drachenfrau vor, die alle, die Schutz brauchen, behütet. Aus dieser Idee werden im Laufe des Schuljahrs Choreographien (das sind Tänze), Lieder, Theaterstücke und Zeichnungen entstehen, die wie in einem Mosaik zu einem Ganzen, zu einer Geschichte zusammengesetzt werden. Am Ende des Jahres wird es zwei Aufführungen des Erarbeiteten im JES-Theater in Stuttgart geben. Darauf freuen sich alle jetzt schon: Und hier stellen sich die Künstlerinnen und Künstler sowie die beteiligten Lehrkräfte und pädagogischen Fachkräfte vor.

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Uli Führe

Vor vielen Jahren haben ich in Stuttgart Schul- und Popularmusik studiert. Danach wurde ich Kursleiter in den Bereichen Liedpädagogik, Stimmbildung für Chorleiter und bildete Gesangspädagogen, Musiklehrer und Erzieherinnen fort. Zum Beispiel war ich auch schon häufig Gast an der Maria Montessori Grundschule Hausen, um mit Eurer Schulleiterin und den Lehrerinnen zu singen. Ich war Professor für Chorpädagogik an der Muiskhochschule in Düsseldorf und bin natürlich auch ein Komponist. Zum Beispiel habe ich das Lied über Euren Schulhund Ben geschrieben und ein anderes Lied mit dem Titel: „Wenn ich nachts nicht einschlafen kann“, zu dem es ja ein von Euch gestaltetes Bilderbuch gibt. Bald werde ich die ersten Musikstücke für Euer Nesu’ah – Projekt schreiben und Euch schicken. Außerdem habe ich viele Musikbücher herausgegeben. Nun freue ich mich auf die Arbeit mit Euch und Euren BetreuerInnen sowie dem Stuttgarter Ballett, dem JES-Theater und der Künstlerin, Helga Essert-Lehn. Wer mehr über mich wissen will, der kann mich auf meiner Hompage (http://www.ulifuehre.de) besuchen.

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Babette Dieterich

Mein Name ist Babette Dieterich. Ich bin 44 Jahre alt und studierte klassischen Gesang an der Musikhochschule Karlsruhe. Ich hatte schon zahlreiche Auftritte im klassischen Bereich, Chanson, Lesungen und Performances. Außerdem habe ich noch am Deutschen Literaturinstitut Leipzig studiert. Wohnhaft bin ich  in Stuttgart. Ich arbeite in vielen Bereichen, als Sängerin, Gesangslehrerin, Lyrikerin und Texterin von Kinderliedern und –musicals. Mit Uli Führe habe ich schon oft zusammengearbeitet und entweder Texte für seine Lieder gedichtet oder aber Uli Führe hat für meine Texte extra eine Melodie gefunden. Ich bin Mitglied des Improvisations-Vokaltrios „Singrausch“ und trat mit dem Gitarristen Günter Engelhardt als „Die Gedichtsvollzieher“ auf. Mein aktueller Lyrikband / Gedichtband trägt den Titel „Dein Wäldchen passt auf den Balkon“ erschien im Frühjahr 2016 in der Reihe „Poesie 21“. Mehr von mir erfahrt Ihr unter: http://www.babette-dieterich.de

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Das eindrucksvolle Tanzprojekt in Kooperation mit dem Stuttgarter Ballett und unter der Leitung von Sonia Santiago fand in zwei eindrucksvollen Aufführungen im Kammertheater Stuttgart seinen krönenden Abschluss. Unterstützt wurde Sonia Santiago dabei von Nicole Loesaus (Stuttgarter Ballett) Jessica Breu (FSJ Schule) und Alenka Gjurinski (pädagogische Fachkraft im Ganztag). Am Freitag, den 08.07. 2016 zeigten die Kinder in einer Soirée und am Sonntag, den 09.07.2016  in einer Matinée, was sie bei Sonia Santjag gelernt haben. Das ging weit über das Tanzen hinaus, denn das Tanzen stellt hohe Ansprüche an die Kooperation der TänzerInnen untereinander und somit auch an das Sozialverhalten. Zudem  philosophierten die Kinder über den Begriff ‚Heimat‘ anhand von 7 Fragen, die ihnen Sonia Santiago stellte:

„Was ist für Dich Heimat?“
„Was ist für Dich Zuhause und warum?“
„Auch wenn man nicht zuhause ist, kann man sich wohl fühlen. Wo bist Du sonst noch gerne und warum?“
„Egal aus welchem Grund man auf Reisen ist: Welche sieben Sachen musst Du unbedingt bei Dir haben? Worauf möchtest Du auf keinen Fall verzichten?“
„Hattest Du schon einmal Heimweh bzw. hast Du Dein Zuhause schon einmal sehr vermisst?“
„Wenn Du Deine eigene ‚Heimat‘ gestalten könntest, wie würde diese aussehen?“
„Was könnte man da machen?“
„Wer dürfte darin leben?“

Die Antworten der Kinder wurden zuvor aufgenommen und ertönten vor, während und nach der Tanzaufführung aus dem ‚Off‘. Die Darbietung der Kinder ging förmlich unter die Haut. Besonders die Bahnhofszene und das Auspacken der 7 Sachen aus dem kleinen Koffer, bewegte die großen und kleinen ZuschauerInnen. Fünf Kinder unter den TänzerInnen waren tatsächlich Kinder asylsuchender Familien. Von den anderen Kinder hatten die meisten einen Migrationshintergrund. Deswegen erzählten die Kinder tänzerisch ganz aktuelle Geschichten.
Etwas ganz Besonderes war auch die persönliche Einladung des Ballettintendanten Reid Andersons, die an alle Familienmitglieder und Freunde der Schule per Post ins Haus flatterte. Und der eigens für die Aufführung gedruckte Besetzungszettel sowie die Teilnahmeurkunden vom Stuttgarter Ballett, beeindruckten die Kinder sehr.

Wer nicht dabei sein konnte oder wer Die Darbietung nochmals in Ruhe auf sich wirken lassen will, der kann sich den Film dazu hier auf der Homepage ansehen.  Wir freuen uns sehr, dass das Stuttgarter Ballett auch in den nächsten zwei Schuljahren eng mit unserer Schule zusammenarbeiten wird. Es bleibt spannend!

Alle Kinder aus dem Anfangsunterricht können sich jetzt schon auf Weihnachten freuen. Denn sie besuchen alle das Sams in der Kommödie im Marquardt. Das wird sicher ein Spaß und vielleicht geht es im Anschluss auch noch auf den Weihnachtsmarkt.
Also merkt Euch den Termin: 21.12.2016

Eine Woche voller Samstage
Kommödie

Seit 29.09.2016 in Aktuell, Kinderseite, Kulturschule, Kunst

Liebe Schulkinder,
heute hatte ich mal wieder einen Einsatz als erfahrener Hochzeitshund – und das kam so…

Es passierte an einem sonnigen Tag im Sommer. Frauchen lief schon am Morgen ganz aufgeregt herum und packte Taschen, die Herrchen dann zum Auto trug. Auch ich wurde schick gemacht und mein Hundefutter, meine Näpfe und meine Decke wurden für mich eingepackt. Interessiert beobachtete ich das Treiben, bis Frauchen sagt: „Komm, Chaplin, wir fahren zu einer Hochzeitsfeier.“
Das klang interessant! Das Wörtchen ‚Hochzeit‘ kannte ich schon, denn als erfahrener Hund von Welt hatte ich schon die eine oder andere Hochzeitsfeier besucht. Gerne machte ich mich also reisefertig und die Fahrt konnte losgehen.
Während der langen Fahrt von Stuttgart auf die Alb schlief ich die meiste Zeit und träumte schon von einer herrlichen Hochzeitsfeier. Außerdem rief ich mir sicherheitshalber die wichtigsten Benimmregeln für Hochzeitsgäste wieder ins Gedächtnis. Ich nahm mir vor, mich bei der heutigen Hochzeit vorbildlich zu benehmen und gegebenenfalls nochmals alle anderen Hochzeitsgäste auf die Hochzeitsetikette hinzuweisen.
Da mein Magen knurrte und ich wie immer Hunger hatte, schweiften meine Gedanken natürlich als erstes zur Hochzeitstorte. Ich habe schon einige leckere Hochzeitstorten gesehen. Wenn ich nur an diese süße Köstlichkeit dachte, lief mir sogleich das Wasser im Mund zusammen. Aber ein sabbernder Hochzeitshund kommt bei keinem Bräutigam gut an. Man sollte als Hochzeitsgast bei einer fröhlichen Begrüßung des Bräutigams natürlich keine Spuren auf seinem Hochzeitsanzug hinterlassen. Auch wenn man sich als Hochzeitsgast sehr freut, die Braut zu sehen, ist das Anspringen der Braut unerwünscht, weil man unschöne, meist bräunliche Flecken auf ihrem ansonsten strahlend weißen Hochzeitskleid hinterlässt. Aus meinen unzähligen Erfahrungen zum Thema Hochzeitsfoto habe ich gelernt, dass sich Hochzeitsgäste beim Knipsen der Hochzeitsfotos stets vorbildlich positionieren sollten. Gelangweiltes Gähnen oder das Heraushängenlassen einer enorm langen Zunge wirken beim späteren Betrachten der Hochzeitsfotos nicht gerade vorteilhaft neben dem verliebt lächelnden Hochzeitspaar. Auch bei Regenwetter sollte man es am Hochzeitstag vermeiden, sich inmitten einer Hochzeitsgesellschaft so kräftig zu schütteln, dass die Wassertropfen nur so umherspritzen – außer man möchte als einzelner Hochzeitsgast gerne die vorwurfsvollen Blicke der restlichen Hochzeitsgesellschaft auf sich ziehen. Während des anschließenden Hochzeitsessens ist es nicht angebracht, das Essen vom Teller eines anderen Hochzeitsgastes zu klauen, auch wenn es noch so lecker riecht. Mögen die bei jeder Hochzeitsfeier folgenden Hochzeitsreden auch noch so langweilig und langatmig sein, empfehle ich jedem Hochzeitsgast, lautes Schnarchen während der Reden tunlichst zu vermeiden. Dies würde ungeübte Hochzeitsredner irritieren und könnte sie aus dem Konzept bringen – was wiederum nur weitere unnötige zeitliche Verzögerungen der Hochzeitsreden zur Folge hätte. Auch sollte man beim anschließenden Hochzeitstanz auf keinen Fall auf der Tanzfläche herumtörkeln, dem Hochzeitspaar womöglich im Weg stehen und dieses dabei unbeabsichtigt zu Fall bringen. Außerdem sind weitere interessante Hochzeitsbeiträge stets gelassen abzuwarten. Das laute Kommentieren dieser Beiträge, zum Beispiel in Form von Bellen, Jaulen oder Fiepen, scheint auf den meisten Hochzeitsfeiern nicht erwünscht zu sein.

Sollte euch, liebe Schulkinder, bei einer Hochzeitsfeier oder anderen Festivitäten eines der oben beschriebenen Missgeschicke passieren, empfehle ich, sich davon aber auf keinen Fall das Fest vermiesen zu lassen. Viel besser ist es, über Missgeschicke zu lachen, sich zu amüsieren und es beim Feiern ordentlich krachen zu lassen.

In diesem Sinne wünsche ich allen Schulkindern in diesem Schuljahr viele tolle Feste und amüsante Schulfeiern.

Euer Charlie Chaplin

 

 

 

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Seit 29.09.2016 in Aktuell, Chaplins Kolumne, Kinderseite