Aktuell

 

Die Maria Montessori Grundschule Hausen übt in Kooperation mit dem Stuttgarter Ballett JUNG und dem Jungen Ensemble Stuttgart (JES) seit Beginn dieses Schuljahrs das Stück mit dem selbst erfundenen Titel ‚Laserschwert und Spitzenschuh- und raus bist du!‘ ein. iDeses eigene Stück basiert auf den  zuvorgesehenen Stücken des JES „Entweder und“ und des Stuttgarter Balletts „La fille mal gardée“.

Zum Inhalt:

Bunte Bänder hängen an der Decke, Spielzeuge liegen herum und Poster hängen an der Wand in einem Kinderzimmer. Typisch Jungs und typisch Mädchen ist dass das, was die Kids nach der Schule darin so machen. Doch was ist überhaupt typisch Jungs? Balletttanzen, Hip-Hop oder doch besser zocken und Laserschwert- kämpfe?
Und die Mädels? „Immer nur am Schminken?“, oder hat die eine oder andere nicht auch mal Lust, Zombie zu spielen und genau nicht das zu tun, was alle erwarten? Und wo steht eigentlich geschrieben, dass Jungs keinen Rock tragen dürfen und Mädchen nicht stark sind?

Es handelt sich also um ein Tanz und- Theater-Stück zum Thema Verstecken der Kleider und Mischen der Spielzeuge.
Seit Oktober erarbeiten die Kinder der Maria Montessori Grundschule Hausen dieses eigene Stück basierend auf den gesehenen Stücken des JES „Entweder und“ und des Stuttgarter Balletts „La fille mal gardée“.

Leitung:
Verantwortlich für den Tanz zeichnet wie schon im letzten Schuljahr Katharina Kluge. Hinzu kam der Theaterpädagoge Tobias Metz, der hauptamtlich am Theater in Esslingen beschäftigt ist. Er kümmert sich um den darstellerischen Teil des Projekts. Von Tobias Metz stammen auch die aussagekräftigen Fotos auf dieser Webseite. Unterstützt werden beide von den Klassenlehrerinnen Sonja Schultz und Lena Weinmann sowie den pädagogischen Fachkräften Nathalie Khan und Rolf Haller.

Entwicklungsprozess:

„Im Verlauf der Probenarbeit seit Oktober 2017 bis zum Juni 2018 haben die Kinder einen sehr großen Lehr-und Lernprozess durchlaufen.

Die Kinder setzten sich in den letzten sieben Monaten mit Bewegung/Tanz und Theater/Sprache, sowie für das Stück extra gebastelte Requisiten auseinander. So versuchten wir Ihnen eine kohärente Mitarbeit zu ermöglichen und einen Teil Ihrer tollen, persönlichen, individuellen Ideen miteinzubeziehen.

Die kulturelle Bildungsarbeit versteht sich hier als Symbiose aus dem was die Kinder miteinbringen und den angeleiteteten Ideen. Einige Kinder entpuppen sich als sehr begabte DarstellerInnen. Das Erlernen und Durchhalten der Proben, sowie das „sich Merken“ ist um einiges besser geworden als zu Beginn und man kann seit ca. 4 Wochen mehr und mehr Vorfreude auf die baldige Präsentation spüren. Hoffentlich verstärkt sich diese Vorfreude und überträgt sich auf alle anderen, bei denen es noch etwas schwieriger scheint, sich an die Vorgaben und Freiheiten eines Tanz- und Theaterunterrichts anzupassen.“ (Katharina Helene Kluge)

Realisierung:
Ermöglicht wurde das Projekt von der Karl-Schlecht-Stiftung, die die Schule im Rahmen der Arbeit als Kulturschule unterstütz sowie der ebenfalls großzügigen Unterstützung des Fördervereins der Maria Montessori Grundschule Hausen.

Vita Katharina Helene Kluge:

Geboren  wurde ich in Sindelfingen. 2003 absolvierte ich mein Studium zur Tänzerin sowie Ballett- und Tanzpädagogin am Ballettförderzentrum in Nürnberg. Danach arbeitete ich als Tänzerin in der freien Szene, an der Deutschen Oper Berlin und der Staatsoper Stuttgart. Auslandsaufenthalte verbrachte ich 2006 in Jekaterinburg/Russland als Gastlehrerin und 2009/10 in Limerick/Irland. 2010 schloss ich mein Studium der Kultur- und Medienbildung mit den Schwerpunktfächern Theater/Literatur und Musik erfolgreich ab. Im Anschluss studierte ich im Masterstudiengang Tanzpädagogik/Community Dance an der Palucca Hochschule für Tanz in Dresden. Seit 2005 arbeitete ich u. a. als Choreographin und Ballett-/Tanzpädagogin, Inspizientin. Nach der Geburt meiner Zwillinge war ich von Mai 2015 bis Juli 2016 bei der TanzSzene Baden-Württemberg, „KoKo-Tanz“, der Kompetenz- und Koordinationsstelle für Tanzvermittlung in der frühkindlichen Kulturellen Bildung tätig. In der Spielzeit 2014/15 war ich erneut an der Oper Stuttgart in der Produktion „Die Fledermaus“ als Tänzerin zu sehen. Seit der Spielzeit 2015/16 bin ich für den Bereich Tanzvermittlung am Stuttgarter Ballett engagiert. Nun freue ich mich sehr auf die Arbeit mit den Kindern, Kollegen und den Betreuern der Maria Montessori Grundschule in Hausen.

Vita Tobias Metz:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Seit 21.06.2018 in Aktivitäten, Aktuell, Kinderseite, Kunst, Sport

Weiteres Kunstprojekt an der Maria-Montessori-Grundschule Hausen

Zur Fußball Weltmeisterschaft gibt es ein Schul-Sticker-Album

Hausen (tom).

An der Maria-Montessori-Grundschule Hausen fanden schon zahlreiche Kunstprojekte statt. Beim jüngsten Projekt drehte sich vieles – passend zur Fußball-Weltmeisterschaft – um das runde Leder, aber auch um einen abgeflachten Ikosaeder.

 

„Das Runde muss ins Eckige”, lautet eine alte Fußball-Weisheit. Doch was, wenn das runde irgendwie auch etwas Eckiges wäre oder zumindest gewesen wäre. Was bliebe dann von dieser Weisheit übrig?

 

Ganz so philosophisch sind die Schüler der Maria-Montessori-Grundschule in Hausen die Sache nicht angegangen, doch sie haben im Rahmen eines Kunstprojektes gelernt, dass ein Fußball alter Prägung unaufgepumpt ein abgeflachter Ikosaeder ist, der aus genau 32 Fünfecken besteht.

 

Geleitet haben dieses Kunstprojekt die Künstlerin Susanne Wadle, die schon mehrere Workshops an der Schule durchgeführt hat und der pädagogische Mitarbeiter der Schule Jonescu von Wolff, der selbst auch Künstler ist.

 

Geschichten über Herrn Lüthi

Von Woff bietet in der Schule einmal pro Woche einen Kreativ-Workshop an, an dem zahlreiche Kinder teilnehmen. Ideengeber in dem Kunstprojekt sind fantasievolle Geschichten über einen gewissen Herrn Lüthi, der in einem Schweizer Bergdorf lebt. Lüthi ist ein Künstler, der gerne Abenteuerromane liest und sich gerne mit abgeflachten Ikosaedern und anderen mathematischen Formen beschäftigt. Lüthi hat auch einen Hosen-Taschen-Haus-Roboter namens Marvin. Herr Lüthi hat die unglaublichs­ten Ideen, die er dann in seinem Atelier umsetzt.

 

„Den Künstler Urs Lüthi gibt es tatsächlich”, erklärt von Wolff. Von dem Schweizer gibt es beispielsweise ein Foto, auf dem er auf einem scheinbar fliegenden Teppich sitzt. Dieses Bild war die Grundlage für eine der Geschichten, die von Wolff zu Beginn des Workshops einmal erzählt hat. Was die Schüler mit viel Fantasie aus der Geschichte gemacht haben, ist in einer kleinen Ausstellung im Foyer der Schule zu sehen.

 

Kunstprojekt zum Fußball

Doch zurück zum abgeflachten Ikosaeder. Er ist der beste Freund von Herrn Lüthis Ho­sen-Taschen-Haus-Roboter Mar­­vin. Die beiden haben zusammen natürlich auch eine tolle Geschichte erlebt, bei der ein Fußball eine große Rolle spielt. In den Pfingstferien haben die Teilnehmer des Kunstprojektes dann selbst überdimensionale Fußbälle hergestellt – aus Drahtgeflecht, das mit Papier befüllt und dann mit Zement ummantelt wurde. Anschließend wurden die Bälle bemalt – mit Flaggen verschiedener Länder, aber auch mit anderen Motiven.

 

Fußballthemen angesprochen

„Wir haben im Rahmen des Projektes natürlich auch viel über Fußball gesprochen”, erzählt von Wolff. Etwa darüber, dass 1991 die erste Fußball-Weltmeisterschaft stattfand – der Damen. Aber auch aktuelle Themen wurden angesprochen, wie die Fehler von Torhüter Karius beim Champions-League Finale und natürlich über die Spieler der Deutschen Nationalmannschaft. Insbesondere Mario Gomez vom VfB Stuttgart sei ein Thema für die Schüler gewesen. „Der VfB ist sehr wichtig für die Schüler. Ich glaube alle hier lieben den Verein.”

 

Sticker-Album der Schule

Apropos VfB. Den hat von Wolff wegen eines weiteren Projekts rund ums  Thema Fußball angeschrieben. Ideengeber zu diesem Projekt waren die Sticker-Alben, die es zu jeder Fußball-Welt­meis­terschaft gibt. „Wir haben ein Montessori WM-Sammelalbum aufgelegt”, erklärt von Wolff. Stars des Albums sind die Lehrerinnen und Lehrer der Maria-Montessori-Grundschule Hausen – alle mit Bart. Insgesamt 13 Lehrerinnen und Lehrer sind in dem Sammelalbum vertreten. Mit dabei sind darüber hinaus auch die Schulhunde. „Außerdem haben wir vom VfB die Genehmigung bekommen, ein Bild vom Maskottchen des Vereins – dem Fritzle – ins Sticker-Album aufzunehmen”, freut sich von Wolff. Fritzle hat natürlich auch einen Bart bekommen.

 

„Dieses Schul-Sticker-Album ist glaube ich eine absolute Weltneuheit”, erklärt von Wolff. Er habe zumindest nicht derartiges finden können, auch nicht im WorldWideWeb.  Das Sticker-Album ist pünktlich zum Start der Fußball-Weltmeisterschaft fertig geworden, so dass die Schüler jetzt ihre ganz persönlichen Stars sammeln können.

 

Von Wolff hat in Kassel Kunst studiert und eine Ausbildung als Erzieher gemacht. Er ist seit 15 Jahren als  selbständiger Künstler tätig und ist seit März pädagogischer Mitarbeiter an der Maria-Montessori-Grundschule in Hausen. Geschichten mit Herrn Lüthi werde es im wöchentlichen Kunstprojekt weiterhin geben, so von Wolff. „Ich schreibe die Geschichten einfach, weil ich sie gerne schreibe.“  Und der vor Ideen förmlich sprühende Künstler und Pädagoge hat auch schon eine Idee, was am Ende des Kunstprojektes passieren soll. „Ziel ist es, am Ende ein eigenes Buch zu machen” – mit den Geschichten von Herrn Lüthi und den Bildern der Schülerinnen und Schüler.

In und um Weilimdorf, Text / Fotos: Tommasi; 15.06.2018

15JuniWeils01 15JuniWeils02 15JuniWeils03

 

Seit 20.06.2018 in Aktivitäten, Aktuell, Kunst, Presse

Ausführlich haben sich die Kinder der Klassen 3/4 d im Sachunterricht mit dem  Thema „Feuer“ beschäftigt und klärten dabei die Fragen:

Wie kam eigentlich das Feuer auf die Erde?

Was braucht Feuer, um zu brennen?

Welche Gefahren gehen vom Feuer aus?

Was macht eigentlich die Feuerwehr?

Um die Fragen zu beantworten, lasen die Kinder über die Geschichte des Feuermachens in Sachbüchern. Sie experimentierten, um herauszufinden, was das Feuer zum Brennen benötigt. Sie diskutierten über die Gefahren, die vom Feuer ausgehen können und welche Sicherheitsvorkehrungen deshalb wichtig sind. Außerdem erarbeiteten sie sich Informationen zu den Aufgaben zur Feuerwehr.
Im Musikunterricht lauschten die Kinder der Musik des Komponisten Igor Strawinsky zum „Feuervogel“ und erfanden Klanggeschichten zur Geschichte des Feuervogels. Außerdem fertigten sie Bilder vom Feuervogel im Kunstunterricht nach einer Idee der Skulpturenkünstlerin Niki de Saint Phalle.
Außerdem wurden im Kunstunterricht tolle Collagen zum Thema „Lagerfeuer“ oder zum Thema „brennende Stadt“ t angefertigt und zur Dekoration im Schulhaus aufgehängt.

Die Kinder sind jetzt gespannt, welches interessante Thema noch bis zu den Sommerferien folgt und den Abschluss des Schuljahres bilden könnte!

    

  

   

 

Seit 16.06.2018 in Aktivitäten, Aktuell, Kinderseite, Kunst, Natur

Am 17. Mai war es endlich so weit. Endlich ein neuer Sponsorenlauf in unserer Schule! Bereits im Vorfeld wurde fleißig trainiert und von den Schülerinnen und Schülern großzügige Sponsoren für den Lauf gesucht. In vier Durchgängen liefen immer jeweils zwei Klassen gemeinsam und wurden dabei von ihren Eltern, Mitschülern, pädagogischen Fachkräften und den Lehrkräften der Schule begeistert angefeuert. Nach dem Lauf konnten sich die Kinder mit geschnittenem Obst stärken.
Die Kinder der AU-Klassen waren gleich um 8:30 am Start. Voller Energie liefen die Erst- und Zweitklässler über den Pausenhof und um die Turnhalle herum. Nach jeder Runde wurde den Kindern ein neues Gummiband um das Handgelenk gestreift. Das machte das Zählen der 300 Meter langen Runden einfacher und motivierte die Kinder, bis zum Schluss alles zu geben. Insgesamt liefen die AU-Kinder in nur 20 Minuten unglaubliche 1256 Runden!
Ab 10:00 Uhr liefen dann die Dritt- und Viertklässler. Auch sie wurden begeistert unterstützt und angefeuert, als sie für eine halbe Stunde Runde um Runde über den Pausenhof zur Laufbahn auf dem Sportplatz und wieder zurück über den Lehrerparkplatz liefen. Dabei waren auch eingegipste Beine und leichter Regen kein Hindernis. Auch unser Schulhund Chaplin zeigte eindrucksvoll, dass er nicht nur gemütlich herumtrotten kann. Die Dritt- und Viertklässler beeindruckten mit 893 großen Runden über jeweils 500 Meter.
Insgesamt wurden beim Spendenlauf von den mitgelaufenen 189 Schülerinnen und Schülern mehr als 823 Kilometer zurückgelegt. Zum Vergleich: Von Stuttgart nach Berlin sind es „nur“ 636 Kilometer. Ein großes Dankeschön an das Organisationsteam, das Publikum, alle Sponsoren und an unsere sportlichen Kinder, die mit großer Begeisterung mitgemacht haben. Der Erlös kommt dem Flüchtlingskreis Weilimdorf zugute.

 

 

     

Liebe Kinder,

im Urlaub waren meine Qualitäten als Fotomodell sehr gefragt, und das kam so …

 

In den Pfingstferien bin ich mal wieder mit Herrchen und Frauchen verreist. An einem sonnigen und warmen Abend schlenderte ich gemütlich durch die ungarische Hauptstadt Budapest. Als ich um die nächste Straßenecke bog, bot sich mir ein ungewohntes Bild: Da saß doch tatsächlich ein Vertreter meiner Rasse auf dem öffentlichen Platz herum. Ich trat näher, weil ich meinen Artgenossen natürlich begrüßen wollte. Doch was war das! Er bewegte sich nicht. Ich setzte mich neben ihn, beschnupperte ihn und stupste ihn an, doch er roch nach Metall. Herrchen und Frauchen lachten und meinten: „Hey, Chaplin, das ist eine Statue von einem Basset Hound und seinem berühmten Herrchen – dem Detektiv Columbo aus der gleichnamigen amerikanischen Fernsehserie.“ Frauchen machte natürlich sofort ein Erinnerungsfoto fürs Urlaubsalbum. Aus den Augenwinkeln sah ich, wie sich um den Platz langsam aber sicher eine Menschenmenge bildete. Es gab jede Menge Gelächter und begeisterte Ausrufe. Vom Blitzlicht des Fotoapparates immer noch geblendet, blieb ich verwirrt sitzen. Was sollte dieser ganze Menschenauflauf? Einige Menschen fragten begeistert, ob sie auch ein Foto machen dürften. Also blieb ich einfach noch etwas länger neben der berühmten Basset-Hound-Statue und dem Detektiv Colombo sitzen und ließ routiniert das Blitzlichtgewitter über mich ergehen.

Dann fand ich es aber an der Zeit, weiter zu gehen, denn Ausflüge machen mich immer sehr hungrig. In meiner Ferienunterkunft wartete ja auch schon ein leckeres Abendessen auf mich. Ein Basset Hound hat es nämlich im Gegensatz zu anderen Supermodels gut, denn er muss nicht auf die schlanke Linie achten!

 

Also, liebe Kinder, manchmal wird man überraschend zu einem gefragten Fotomodell ohne die gängigen Modelmaße zu besitzen oder irgendwelche Schönheitsideale zu erfüllen. Denkt immer daran: Auf einen starken Charakter und die innere „Schönheit“ kommt es an!

 

Euer Charlie Chaplin