Aktuell

 

Wir wünschen allen Schülerinnen und Schülern, deren Familien und natürlich auch den Lehrkräften, den pädagogischen Fachkräften, den Hausmeistern sowie unserer Sekretärin von Herzen schöne, erholsame  Ferien!

 

Dankekarte

 

Seit 27.07.2016 in Aktuell

Hier unser Wahlspruch hinsichtlich der vielen Flüchtlinge, die nun nach und nach in Hausen untergebracht werden. Das Wort Hausen ergibt vorwärts und rückwärts gesprochen einen Sinn (es ist ein Palindrom).  Rückwärts gesprochen ergibt sich nämlich  das Wort ‚Nesu’ah‘. Und das bedeutet im Hebräischen ‚die Gereiste‘. Wie gut passt das zu der Situation, in der sich viele Menschen  derzeit befinden. Wir wollen Ihnen offen, freundlich und hilfsbereit begegnen. Manche Schulkinder stellen sich aber unter der Gereisten auch eine kleine Drachenfrau vor, die den Flüchtlingen auf ihrer gefährlichen Reise zur Seite steht, sie beschützt und sie heil und sicher nach Hausen bringt. So entstanden unsere Postkarten und unserer Anstecker. Mit ihnen wollen wir die Haltung der Schule zum Ausdruck bringen. Und bald soll es dazu ein Bilderbuch geben. Erste Entwürfe dazu sind im Entstehen.

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In einer eigens einberaumten Schulversammlung verlieh die Schulleiterin Urkunden für herausragendes Sozialverhalten, für besondere Leistungen im Antolin-Leseprogramm und Preise für die Gewinner des Känguru-Mathematikwettbewerbs. Da zwei Schülerinnen die Schule mit herausragenden Leistungen verlassen, bekamen diese einen Buchpreis. Untermalt wurde diese Feierstunde mit Darbietungen der Russisch-AG, dem Klavierspiel von Pascal und einem selbst choreographierten Tanz von Leonie und Agatha. Eine gelungene Feierstunde zu einem förhlichen Anlass: Und hier sind sie, unsere geehrten und ausgezeichneten Schülerinnen und Schüler:

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Leider müssen wir unseren engagierten Hausmeister, Dieter Berberich in den Ruhestand verabschieden. Elf Jahre lang hat er für uns gesorgt und war geduldiger Ansprechpartner in allen großen und kleinen Nöten. Immer hatte er eine Lösung parat. Dieter Berberich versah seine Aufgabe mit Herzblut. Die Schule und die Schulgemeinde lagen ihm am Herzen. Wenn etwas kaputt war, reparierte er es sofort, Mängel ließ er umgehend beseitigen. Deshalb sieht unsere Schule nach bald zwanzig Jahren immer noch aus wie (fast) neu. Nichts war ihm zu viel. Ob es die Suche nach verlorenen Hausschuhen war oder die Reparatur der Tausenderketten. Unzählige Male hat er deren Kettenglieder wieder zusammengefügt. Wir können nur Danke sagen und – genießen Sie Ihren Ruhestand.In einer kleinen Feierstunde verabschiedeten sich Kinder, Eltern, Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte mit einem umgetexteten Lied bei Herrn Berberich. Und alle freuten sich über die Nachricht, dass uns Dieter Berberich auch im neuen Schuljahr mit ein paar Stunden beratende zur Seite stehen wird, so lange, bis sich ein würdiger Nachfolger für ihn gefunden hat.

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„Was bedeutet für Dich Heimat?“

 

Im Rahmen der Werkstattpräsentationen im Kammertheater desr Staatstheaters Stuttgart führten Kinder der Maria Montessori Grundschule Hausen in Zusammenarbeit mit der Rappach- und der Reisachschule und der Stuttgarter Jugendhaus Gesellschaft das Tanzprojekt „Nesu’ah“ auf. Möglich wurde das Projekt durch die enge Kooperation mit dem Stuttgarter Ballett.

 

Hausen rückwärts gesprochen ergibt „Nesu’ah“, ein hebräisches Wort, welches ‚die Gereiste‘ bedeutet. Der Begriff „Nesu’ah“ steht deshalb auch für alle Aktivitäten der Maria Montessori Grundschule Hausen, die in Zusammenhang mit ihrer intensiven Flüchtlingsarbeit stehen.

 

22 Kinder im Alter von sechs bis neun Jahren, darunter fünf Flüchtlingskinder aus der Flüchtlingsunterkunft in Hausen, zeigten im Rahmen von zwei Aufführungen im Kammertheater Stuttgart, was sie in 17 Workshops bei der Tanzpädagogin Sonia Santiago gelernt haben.

 

Zunächst war geplant, den beschwerlichen und gefährlichen Fluchtweg der betroffenen Kinder nachzuempfinden. Doch die Tanzpädagogin und ehemalige Erste Solistin des Stuttgarter Balletts spürte, dass diese Grundidee für die teilnehmenden Kinder möglicherweise eine zu große Belastung bedeuten würde,  und dass eine Konzentration auf das Hier und Jetzt sowie eine Zukunftsorientierung einen kindgerechteren Zugang bilden würden. Ihre Gedanken zum Prozess erläuterte Sonia Santiago bei den Werkstattpräsentationen und sie blieb auch während der gesamten Aufführungszeit moderierend und die Kinder verbal und per Körpersprache unterstützend auf und an der Bühne. So gewannen die Zuschauer einen tiefen Einblick in die Arbeit der engagierten Tanzpädagogin und die Kinder auf der Bühne verloren schnell ihr Lampenfieber.

 

Die gezeigten Tanzstücke beschäftigten sich mit Themen, die sich mit Heimat und dem Verreisen und Ankommen beschäftigten. Dazu hatte Sonia Santiago den Kindern zuvor mehrere zentrale Fragen gestellt, zum Beispiel, „Welche sieben Sachen  würdest Du mitnehmen, wenn Du auf eine Reise gehen würdest?“ oder „Was bedeutet denn für Dich Heimat?“ oder „Wer dürfte in dem Ort, an dem Du dich wohl fühlst, leben?“

 

Tänzerisch zeichneten die Kinder das dazu Gesagte nach, teilweise begleitet von ihren originalen Antworten, die aus dem Off erklangen. Das verträumte Ausräumen eines Koffers mit sieben Sachen darin, das Behüten eines schlafenden Kindes durch das Heranbilden eines Hauses mit Wänden und einem Dach über dem Kopf, Spielplatzszenen, Bahnhofszenen oder auch die neue Heimat in dem Stuttgarter Stadtteil Hausen. Die Kinder zeigten sich allesamt ausdrucksstark, bewegungsfreudig und begeistert und rissen das Publikum mit.

 

Reid Anderson, Intendant des Stuttgarter Balletts, zeigte sich erfreut: „Es ist immer wieder toll zu sehen, was Tanz und Bewegung in jungen Menschen auslösen können. Ich freue mich, wenn wir mit ‘Stuttgarter Ballett JUNG’ einen Beitrag dazu leis­ten, dass Kinder erfahren, wie sie zusammen etwas erarbeiten können.“

 

Die Schulleiterin der Maria Montessori Grundschule Hausen, Angelika Müller-Zastrau, betonte in ihren Dankesworten, dass diese gelungene Zusammenarbeit mit dem Stuttgarter Ballett, neben dem Tanzen an sich, philosophische Fragen, Artikulation, Deutsch lernen, soziales Miteinander, gelungene Integration neu ankommender Kinder sowie die Integration von Kindern mit Handicap in einer stark altersheterogenen Gruppe, in den Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit rückte. Sie sieht diese Form der Zusammenarbeit deswegen als zukunftsweisende Unterrichtsentwicklung an.

 

Der Auftrag, sich als Schule mit anderen Institutionen auch hinsichtlich einer Veränderung des Unterrichts zusammenzuschließen, sei ihr und ihrer Schule auch im Rahmen der Ernennung zur Kulturschule mit auf den Weg gegeben worden. Deshalb laufen derzeit bereits erste Gespräche mit der Leiterin des Bereichs „Stuttgarter Ballett JUNG“, Nicole Loesaus, um eine Fortsetzung der Zusammenarbeit mit dem Stuttgarter Ballett im kommenden Schuljahr zu planen.

In und um Weilimdorf, Text: Tommasi; Foto: Beuttenmüller; 22.07.2016

 

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