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Gut ankommen mit guten Umgangsformen

 

Die Maria Montessori Grundschule in Hausen hat in Zusammenarbeit mit Gud­run Weichselgartner-Nopper, Geschäftsführerin von Knigge für Kids und der Illustratorin Tina Krehan eine Knigge-Fibel erarbeitet. Ein Büchlein, das nicht nur Kindern Umgangsformen und Werte nahe bringt.

 

Knigge-Kurse sind seit geraumer Zeit fester Bestandteil im Unterricht an der Maria Montessori Grundschule Hausen. „Entstanden ist die Idee, solche Kurse anzubieten, weil das Mittagessen in der Schule sehr unruhig ablief“, erzählt Schulleiterin Angelika Müller-Zastrau. Der Mittagstisch werde von einem großen Teil der Schüler in Anspruch genommen. Um den Ablauf des Mittagessens in ruhigere Bahnen zu lenken, sei die Idee entstanden, einen Knigge-Kurs durchzuführen. Der Kurs habe sich gleich beim ersten Mal bewährt. Grund genug für die Schulleiterin, nun jedes Jahr einen Knigge-Kurs durchzuführen. Die Teilnehmer des letztjährigen Kurses lernten dabei nicht nur gute Umgangsformen, sondern durften auch eine Knigge-Fibel zusammenstellen, die rechtzeitig zu Weihnachten vorgestellt wurde.

 

„Wenn Kinder – und vor allem auch Erwachsene – über ordentliches Benehmen und gute Manieren Bescheid wissen, erleichtert das die zwischenmenschlichen Beziehungen“, heißt es im Vorwort des Buches. Adolph Freiherr von Knigge, der von 1752 bis 1796 lebte, verfasste mit seinem Buch „Über den Umgang mit Menschen“ ein Werk, in dem er Lebensweisheiten verkündete, die dazu beitragen sollten, dass die Menschen friedvoll und gerecht miteinander umgehen.

 

Knigge glaubte fest daran, dass das Zusammenleben besser klappt, wenn die Menschen einander achten, rücksichtsvoll und freundlich miteinander umgehen, kurz wenn sich Menschen gut benehmen. In der Tat kommt man mit guten Manieren bei den Mitmenschen immer gut an. Deshalb sei für die Knigge-Fibel auch der Titel „Gut ankommen!“ gewählt worden, erklären Angelika Müller-Zastrau und Gudrun Weichselgartner-Nopper im Vorwort.

 

Bei der Zusammenstellung der Themen habe man sich einfach auf die wichtigsten Dinge aus dem Schul- und Lebensalltag beschränkt. Die Auswahl erhebe dabei keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

 

„Wir wollen mit unserer Knigge-Fibel keineswegs mit erhobenem Zeigefinger Moral predigen“, erklärt Schulleiterin Müller Zastrau. Ein Blick in das 150 Seiten starke Buch zeigt dies deutlich. Im Buch werden zusammengefasst in verschiedene, farblich gekennzeichneten Themenbereichen Knigge-Regeln von Kinderhand gemalt, erklärt. Etwa wie man richtig begrüßt oder sich richtig verabschiedet oder auch, wie man sich richtig vorstellt.

 

Im Buch wird auch erklärt, wer wen wann duzen darf und wer wem das Du anbietet. Weitere Themenbereiche sind „Bitten, Danken und sich entschuldigen“, „Taktgefühle“, „Pünktlichkeit und Rücksicht“, „Gähnen, husten und niesen“, „Rund ums Essen“, „Straßenverkehr“ und „Wenn die Finger nicht gehorchen“. Im zuletzt genannten Themenbereich sind zum Beispiel solche Dinge zu finden wie, dass man sich in der Öffentlichkeit nie Kratzen darf und natürlich auch nicht in der Nase popelt.

 

„Das Buch ist richtig toll geworden“, freut sich Gudrun Weichselgartner-Nopper. Toll sei, dass alle Texte auch in Englisch vorliegen. Das mache das Buch für Kinder zusätzlich interessant und sie würden ganz nebenbei auch noch Englisch lernen. „Das Buch ist aber nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene sehr ansprechend“, weiß Weichselgartner-Nopper. Sie habe die Bücher schon an verschiedene Kunden verschickt und von allen ein positives Feedback erhalten. „Auch meine Söhne sind von dem Büchlein begeistert“, erklärt sie.

 

Bei der Gestaltung des Buches habe sie passend zum Thema „Knigge“ einen traditionellen Stil gewählt, erläutert Illustratorin Tina Krehan. An den Kinderzeichnungen habe sie überhaupt nichts gemacht, die seien so verwendet worden, wie sie die Schüler gemalt haben.

 

„Wir haben im Unterricht Blätter mit den verschiedenen Texten ausgegeben“, erklärt Stefanie Geiges,  Klassenlehrerin der Klasse 3/4c zum Entstehungsprozess. Die Schüler sollten dann zu den Texten Bilder malen. Dabei hätten alle sehr selbstständig gearbeitet. „Wir haben nur Details nachgefragt oder noch etwas nachkolorieren lassen“, ergänzt Nelly Manditsch-Huhnke, Klassenlehrerin der Klasse 3/4a.

 

Bei der Präsentation des Buches in der Aula der Maria-Montessori Grundschule zeigten die Schüler auch in einigen kleinen Szenen, wie man sich im Lokal richtig verhält. Alles Dinge, die sie auch im Knigge-Kurs gelernt haben. „Was im Knigge Kurs gelernt wird, sind im Grunde alles Dinge, die wir wissen, aber es ist gut, wenn sie immer mal wieder geübt und verinnerlicht werden“, erklärt Weichselgartner-Nopper.

 

Folgerichtig wird es die Knigge-Kurse in der Maria Montessori Grundschule in Hausen auch zukünftig geben. Durch die Kurse, die immer in den ersten beiden Klassen stattfinden, werde auch die Sozialkompetenz der Schüler ganz entscheidend verbessert, erläutert die Schulleiterin. „Uns helfen die Kurse sehr.“ Finanziert würden die Kurse unter anderem aus Mitteln der Kulturschule. Die Produktion des Buches sei ebenfalls durch die Kulturschule unterstützt worden. Weitere Buch-Unterstützer sind der Förderverein der Maria Montessori Grundschule Hausen, die Volksbank, die Karl Schlecht Stiftung, Knigge für Kids und das Kultusministerium.

 

Das Buch wurde in einer Auflage von 1.500 Stück gedruckt. Erhältlich ist das Werk zum Preis von 13 Euro in der Schule, bei Scharr Büromöbel im Industriegebiet und der Papeterie Scharr  in Weilimdorf sowie bei Reginas Buchladen in Giebel.

In und um Weilimdorf vom 23.12.2016, Text/Fotos: Tommasi

Und hier die PDF zum Hochladen:

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In der Maria Montessori Grundschule Hausen fand zum Thema „Upcycling“ ein Workshop mit dem Thema, „Papier schöpfen und gestalten“ statt. Geleitet wurde der Kurs von dem Künstler Clemens Schneider und der pädagogischen Fachkraft, Lena Stiehle.

 

Eingeleitet wurde der Workshop mit einem Atelierbesuch, bei dem die Schüler die tollen Maschinen bewundern konnten, die Clemens Schneider zur Erstellung seiner großformatigen Zeichnungen und Bilder benötigt. Clemens Schneider lud die Kinder also zu Beginn des Workshops in seine interessante Werkstatt ein, die sich in einem alten Gewölbekeller in Stuttgart befindet. Dort stellte er ihnen seine selbst gebauten Maschinen vor, insbesondere einen „Holländer“ und eine Endlossiebvorrichtung, die er benötigt, um aus alten Textilien Papier zu schöpfen, denn Clemens Schneider malt nur auf selbst hergestellten Papieren.

 

Das hat einen besonderen Grund. Seine Bilder sind überdimensional groß, so dass es im Fachhandel dafür gar kein Papier zu kaufen gibt. Gerne stellte er den Kindern den Prozess der Papierherstellung aus alten Textilien vor.  Die Kinder zerschnippelten dafür schon Wochen vorher alte Jeans in daumengroße Einzelteilchen. Diese Schnipsel wurden im Atelier im sogenannten „Holländer“ unter Zugabe von viel Wasser zu einem Brei vermahlen. Diesen Brei nennt man „Papierpulp“ oder einfach nur „Pulp“. Der Pulp wurde nach dem Mahlen weiter mit Wasser verdünnt und es wurden Zusätze wie Kartoffelstärke und Kreide hinzugefügt. Das ist sozusagen die Grundrezeptur, aus der dann das Papier geschöpft wird.

 

An den darauffolgenden Tagen führte Clemens Schneider die Kinder an der Maria Montessori Grundschule Hausen intensiv in die einzelnen Vorgänge des Papierschöpfens ein. Dabei entstanden Papiere in den Farben gelb, weiß, grün und blau. Das gelbe Papier wurde mit Ocker, einer echten Erdfarbe, gefärbt, grün ergab sich aus der Mischung aus gelb und jeansblau.

 

Aus dem geschöpften Papier entstanden Einbände für kleine Notizbücher. Außerdem lernten die Kinder besondere Muster auf das Papier zu bringen, indem sie mit einem Löffel, den Brei aus verschiedenfarbigen Textilien gezielt auf dem Schöpfsieb platzierten. Einige Kinder erstellten Collagen aus den Papieren, indem sie ein selbst geschöpftes Papier zerschnitten und auf ein anderes aufklebten. Zudem wurden die selbst geschöpften Papiere auch mit Acrylfarbe bemalt und im Schulgebäude aufgehängt. Insgesamt nahmen 25 Kinder der Klassen 1 bis 4 begeistert an dem Workshop teil. Und das Tolle daran war – kein einziger Baum musste für dieses einzigartige Papier gefällt werden.

In und um Weilimdorf vom 23.12.2016, Text: Tommasi; Foto: privat

Und hier die PDF zum Hochladen:

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Die Maria Montessori Grundschule Hausen wurde kürzlich mit dem Umweltpreis der Stadt Stuttgart ausgezeichnet. In der Kategorie Schulen, Kinder- und Jugendeinrichtungen wurde das vielseitige Engagement der Schule in Sachen Umweltschutz und Energiesparen von der Stadt Stuttgart sogar mit einem ersten Preis belohnt.

 

Im Auftrag von Oberbürgermeister Fritz Kuhn überreichte Bau­bürgermeister Peter Pätzold Schulleiterin, Angelika Müller-Zastrau, die Urkunde. In seiner Laudatio für die Maria Montessori Schule erwähnte Pätzold besonders die solarbetriebene Hüh­nerklappe und die künstlerische Gestaltung von Umweltplakaten und Postkarten zum Thema Umweltschutz.

 

Die kleine Delegation der Maria Montessori Grundschule Hausen, bestehend aus Elternbeiräten und verschiedenen Kooperationspartnern freute sich sehr über diese Auszeichnung zumal das nächste Projekt zum Thema Windkraft schon in den Herbstferien anstand. „Vielleicht gibt es dafür ja auch wieder einen Preis“, merkte die Schulleiterin mit einem Augenzwinkern an. Die Preisgelder ermöglichen nämlich den Ausbau und die kontinuierliche Fortsetzung von solchen lebensnahen und praktischen Schülerprojekten.

 

Beworben hatte sich die Schule übrigens mit verschiedenen Aktionen  zum Thema Energiesparen und Umweltschutz. So etwa mit der Inbetriebnahme von zwei Solaranlagen, der Gestaltung von Postern zum Thema Energiesparen und Umweltschutz und einem Theaterstück zum Thema „Müllvermeidung und Müllre­cycling“.

 

Den zweiten Preis in dieser Kategorie teilten sich das Porsche Gymnasium Zuffenhausen, das eine Unterrichtseinheit zum Thema „Klimawandel und Klimaschutz“ entwickelte mit Alfons Haas, der ein Gesellschaftsspiel zur Energiewende konzipiert hat.

 

Weitere Preise wurden in den Kategorien Bürgerinnen und Bürger, Interessen- und Glaubensgemeinschaften, Unternehmen der Sektoren Industrie und GHD vergeben.

Foto: Amt für Umweltschutz Stuttgart

 

Umweltpreis der Stadt Stuttgart

 

Der Umweltpreis wird seit 1984 vom Gemeinderat der Stadt Stuttgart verliehen. Jedes Jahr steht dabei ein anderes Thema im Vordergrund. In diesem Jahr drehte sich alles rund um das Thema Energie. Im Januar 2016 hat der Gemeinderat das Energiekonzept „Urbanisierung der Energiewende in Stuttgart“ verabschiedet. Ziel des Konzepts, das unter der Federführung von Oberbürgermeister Fritz Kuhn entwickelt wurde, ist es, Stuttgart langfristig ohne Atomstrom und letztlich auch ohne Strom aus Kohlekraftwerken zu versorgen. Damit dies gelingt, müssen alle zusammen Energie einsparen sowie energieeffiziente Techniken und erneuerbare Energien nutzen.

 

Mitmachen können beim Umweltpreis, der übrigens jedes Jahr ausgeschrieben wird alle Stuttgarter und auch alle diejenigen die in Stuttgart arbeiten oder zur Schule bzw. Hochschule gehen. Auch Schulen, Kinder- und Jugendeinrichtungen, Interessen und Glaubensgemeinschaften Unternehmen und Betriebe mit Firmensitz in Stuttgart können teilnehmen.

Vergeben wird der Umweltpreis in den vier Kategorien Bürgerinnen und Bürger (Einzelpersonen, Haushalte, Wohngemeinschaften), Schulen, Kinder- und Jugendeinrichtungen, Interessen- und Glaubensgemeinschaften sowie Unternehmen der Sektoren Industrie und Gewerbe, Handel, Dienstleistungen

 

Alle Projekte und Maßnahmen rund um das jeweils ausgeschriebene Thema können eingereicht werden. Die eingegangenen Projekte wurden in diesem Jahr nach den Kriterien Innovationsgrad und Originalität, Energieeinsparung, Erneuerbare Energien, Multiplikator-Effekt (Anzahl der beteiligten Personen), Ganzheitlichkeit (Projekte die verschiedene Themen wie Energieeinsparung, Energieeffizienz und erneuerbare Energien beinhalten) bewertet.

 

In jeder Kategorie werden drei Gewinner gekürt. Als Preisgeld gibt es für den ersten Platz 1.000 Euro, für den zweiten Platz 500 Euro und für den dritten Platz 250 Euro.

In und um Weilimdorf, Text: Tommasi; Foto: Amt für Umweltschutz

Umweltpreisverleihung im Stuttgarter Rathaus mit Baubürgermeister Peter Pätzold.

Und hier der Artikel als pdf: umweltpreis-1

Seit 18.11.2016 in Aktuell, LESS, Presse

Vor einigen Monaten hospitierte Lakshmi Karunakaran an unserer Schule. Sie lebte ein Jahr lang als Ehefrau des SolitudeStipendiaten, Amandeep Sandhu an der Akademie Schloss Solitude. Selbst Erziehungswissenschaftlerin, war sie an der Montessori-Pädagogik und besonders aber an der hundegestützten Pädagogik unserer Schule stark interessiert. Sie hospitierte an der Schule und ließ die dabei gewonnenen Eindrücke in einen Artikel einfließen, der im Monat August in der Zeitschrift Teacher Plus (http://www.teacherplus.org) veröffentlicht wurde. Lakshmis Karunakaran und ihr Mann sind inzwischen nach Indien zurückgekehrt und leben nun in Bangalore. Und hier nun der Artikel:

Teachers of a different kind

Lakshmi Karunakaran

It’s 8 am in the morning, the first day after summer break at Maria Montessori Grundschule in Stuttgart, Germany. A few days ago, I had requested to be an observer in the classes to build my understanding of the methodology and classroom processes adopted by the school. Frau. Angelika Müller-Zastrau, the headmistress had readily agreed and invited me. While waiting in the lobby, my eyes fall upon a bulletin board with pictures of teachers and facilitators at the school. Two beaming faces catch my attention – Ben, a handsome Labrador and Chaplin, a wise-looking Basset Hound.

A few minutes later I find myself in the quietest primary classroom that I have ever seen. It’s a day after the break. Yet, with minimum instructions each child gets to work independently finishing their activities one after another. At a very prominent position in the classroom, Ben rests on a blue mat. When the decibel levels in the class increases, Ben looks up, children notice Ben’s discomfort and the noise fades. Ben goes back to rest. I sit speechless.

Over lunch Frau. Müller explains, “Yes, Chaplin is the first dog in a school at Stuttgart. Ben joined him later. Our school has been using classroom and school dogs to work with children. Dogs have helped our children learn responsibly, helped shy children come out of their shell and calm nervous children in the classroom. It has been a transformational journey. For all of us.”

Germany’s schools opened their doors to dogs in the late 1990s. It’s now grown into a School Dog Program where trained dogs are brought into schools as facilitators and therapists. In India the concept is still new. “Yes, we don’t yet have school dogs but we do have therapy dogs who work with children in schools,” says Rohini Fernandez, co-founder of Animal Angels Foundation. Animal Angels Foundation works with special needs children and adults with mental illnesses using animal-assisted therapy.

Personal journeys
“The idea of having a school dog came to me from a colleague who wanted to train and bring her dog to school through the School Dog Program. That’s how Chaplin became a part of our lives. When Ben came to our family, he was notorious. Given his temperament, we hired a special dog trainer. A few days into the training, Ben became calmer. One day, the trainer took Ben to the school she worked with and noticed that Ben transformed in the presence of children. She came back to me and told me that Ben has the potential to work with children and can become a school dog. Working with Ben, integrating him into our lives and the school has been one of the most exciting journeys of my life,” says Frau Müller who recently published an illustrated storybook Ben that details Ben’s transformative journey from being an anxious, impulsive dog to an understanding and peaceful friend.

Unlike Frau Muller, Ms Fernandez always knew she wanted to work with animals, especially dogs. “My parents disliked pets, so I never grew up with one. It was while I was studying psychology, in the USA that I came across the term ‘animal assisted therapy’ and I knew this is what I wanted to do.” Since then Ms Fernandez has moved to Mumbai and established the first animal assisted therapy centre in India.

Dogs as therapists
Over the years dogs have been used as therapists across the world, especially with children. “Ben helps facilitate sessions for special needs children and children who are shy or lack confidence. Dogs provide an emotional support system for the child. They are non-judgemental and open to them. This unburdens the child of performance pressure and makes it easier for the child to break the ice in a classroom and participate,” says Frau. Muller. Ms Fernandez quotes an example, “We were working with a particularly traumatized child who had witnessed her parent commit suicide. After the incident she had stopped talking. No amount of counselling was helping her until we introduced a therapy dog. She slowly started talking to him.”

Dogs are known to have a calming effect on children with autism. They also help motivate children with locomotive disabilities and speech impairments.

School and classroom dogs
Unlike therapy dogs who work with specific clients, school and classroom dogs are a part of the school system and everyday classroom sessions. They are assigned specific tasks. Chaplin in the Maria Montessori is a classroom dog. He accompanies the teacher in the classroom and stays through the session. His very presence has a calming effect on the children. The children can go out with him, pet him, feed him, and play with him during recess. It builds a collective responsibility between the classmates. When they share the affection and care for a ‘class’ dog, a bond forms among the classmates and this strengthens their ability to work in a team. On the other hand, Ben is a school dog and accompanies the headmistress, through her rounds in the classrooms in the school, her meetings, and talks. He has a larger presence in the school and is known by every child and parent.

Dogs from Animal Angels Foundation are attending school dogs, who visit the school for a few hours during the week to work with a specific group of children. They conduct classroom sessions on a need basis.

So what does it take to be a school dog? The dog must meet the following basic criteria to be trained as a therapy dog:

  • The dog should be of sound temperament and should be friendly towards children and teenagers.
  • The owner should have undertaken positive reinforcement training with their dog and the dog should be able to respond well to all basic instructions.
  • Safety is of high priority. The dog must be in good health and should be up to date with vaccinations and other health checkups.
  • The dog must be sensitive and happy to work with children.

Both Frau. Muller and Ms. Fernandez agree that being with dogs also makes children more responsible of their own behaviour and sensitive to the needs of the dog. “You need to set the rules for the children too”. The children are taught to take turns to pet the classroom dog and never to overwhelm them. They are taught to ask for permission, pet gently, and say goodbye so that the dog understands that they are parting. “These basic rules need to be followed to make sure that the dog stays calm, comfortable, and is able to work well,” says Frau. Muller.

As I wrap up my day at Maria Montessori Grundschule a teacher tells me that the children are excited about an idea that they came up with. They want to write a story with Ben as a detective and the other animals in the school, Chaplin, the chicken, the rabbits and the fish helping him solve a grand mystery. The children then want to enact these animals in a play that’s inspired by the story for the school annual day. I can’t help but smile and pat Ben for all that he managed to achieve at the school. He now is a part of the children’s growing imagination.

The author is an educationist from Bangalore. She can be reached at lakshmikarunakaran@gmail.com

Teacher Plus, Bangalore 01. August 2016
(Teacher Plus is a monthly magazine based out of Hyderabad. It is a subscription based magazine and every month we post the magazine to the subscribers.)

 

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Lehrer der besonderen Art
Lakshmi Karunakaran

Es ist acht Uhr morgens, der erste Tag nach den Sommerferien an der Maria Montessori Grundschule in Stuttgart, Deutschland. Erst vor ein paar Tagen hatte ich gebeten, an der Schule hospitieren zu dürfen, um die Unterrichtspraxis an der Schule kennenlernen zu dürfen. Die Rektorin der Schule, Frau Angelika Müller-Zastrau, lud mich daraufhin herzlich zu einer Hospitation ein. Während ich im Eingangsbereich der Schule warte, fällt mein Blick auf ein Schwarzes Brett, das alle Lehrer und Mitarbeiter der Schule vorstellt. Zwei Gesichter fallen mir hierbei besonders auf – Ben, ein schöner Labrador und Chaplin, ein weise dreinschauender Basset.
Ein paar Minuten später bin ich Teil des leisesten Grundschulklassenzimmers, das ich je gesehen habe. Es ist nur ein Tag nach den Ferien. Dennoch, ohne große Anweisungen, beginnt jedes Kind selbstständig mit seiner Arbeit und beendet eine Aufgabe nach der anderen. An einem für alle sichtbaren Platz im Klassenzimmer liegt Ben auf einer blauen Matte. Kaum steigt der Geräuschpegel in der Klasse, hebt Ben seinen Kopf und die Kinder realisieren, dass dies Ben zu laut ist, woraufhin sich die aufkommende Unruhe wieder legt. Ben legt sich wieder hin und ich bin sprachlos.
Während der Mittagspause erklärt Frau Müller-Zastrau: „Ja, Chaplin ist der erste Hund an einer Stuttgarter Schule. Ben kam später hinzu. Unsere Schule nützt Klassenzimmer- und Schulhund, um mit den Kindern zu arbeiten. Die Hunde helfen unseren Kindern Verantwortung für ihr Lernen zu übernehmen, schüchterne Kinder trauen sich oft mehr zu und unruhige Kinder werden durch die Hunde oft ruhiger. Es war eine für uns alle verändernde Erfahrung.“
Deutsche Schulen erlauben Schulhunde seit den späten 1990ern. Dies resultierte in ein wachsendes Schulhundeprogramm in dem speziell ausgebildete Hunde in Schulen als Helfer und Therapeuten Einsatz finden. In Indien ist dieses Konzept noch neu. „Bisher haben wir noch keine Schulhunde, aber wir haben Therapiehund, die mit Kindern in Schulen arbeiten“, sagt Rohini Frenandez, Mitbegründer der Animal Angels Foundation. Animal Angels Foundation arbeitet mit Kindern mit besonderem Förderbedarf und Erwachsenen mit geistigen Behinderungen zusammen, wobei tiergestützte Therapien eingesetzt werden.

Ein Erfahrungsbericht:
„Die Idee einen Schulhund zu haben, kam von einer Kollegin, die ihren Hund ausbilden und hieran anschließend den Hund im Rahmen des Schulhundeprogramms in die Schule mitbringen wollte. So wurde Chaplin Teil unseres Schullebens. Als Ben in unsere Familie kam war er eher “schwierig”. Aufgrund seines Charakters suchten wir eine spezielle Hundetrainerin auf. Wenige Tage nach Beginn des Trainings wurde Ben jedoch schon ruhiger. Eines Tages nahm die Trainerin Ben mit in eine Schule, mit der sie zusammenarbeitete, und bemerkte, dass Ben sich in der Anwesenheit von Kindern veränderte. Sie schloss daraus, dass Ben das Potential hat, mit Kindern zusammenzuarbeiten und somit auch das Potential ein Schulhund zu werden. Die Arbeit mit Ben, ihn in unser Leben und das Schulleben zu integrieren war eine der aufregendsten Erfahrungen in meinem Leben“, sagt Frau Müller-Zastrau, die erst kürzlich ein Bilderbuch veröffentlichte, das Bens Verwandlung vom berühmt-berüchtigten, impulsiven Hund zu einem verständnisvollen und friedlichen Freund beschreibt.
Anders als Frau Müller-Zastrau wusste Frau Fernandez schon immer, dass sie mit Tieren arbeiten wollen würde, insbesondere mit Hunde. „Meine Eltern wollten keine Haustiere, weshalb ich ohne Tiere aufwuchs. Als ich Psychologie in den USA studierte begegnete ich dem Begriff der tiergestützten Therapie und wusste, dass dies das sein würde, was ich gerne beruflich machen würde. Hieran anschließend zog Frau Fernandez nach Mumbai und gründete dort das erste Therapiezentrum mit dem Schwerpunkt tiergestützte Therapien in Indien.
Hunde als Therapeuten
Im Laufe der Zeit wurden in der ganzen Welt Hunde als Therapeuten eingesetzt, insbesondere bei der Arbeit mit Kindern. „Ben erleichtert Unterrichtseinheiten mit Kindern mit besonderem Förderbedarf und Kindern, die schüchtern sind oder aber über nur wenig Selbstbewusstsein verfügen. Hunde stellen ein emotionales Unterstützungssystem für die Kinder bereit. Sie werten und bewerten die Anwesenden nicht, sondern sind gegenüber den Kindern offen. Dies erlöst die Kinder vom Leistungsdruck, der auf ihnen lastet, und erleichtert dem Kind das Eis zu brechen und sich am Unterrichtsgeschehen zu beteiligen“, sagt Frau Müller-Zastrau. Frau Fernandez zitiert ein Beispiel: „Wir arbeiteten mit einem traumatisierten Kind zusammen, das Zeuge des Selbstmords eines Elternteils wurde. Nach diesem Erlebnis hatte das Kind aufgehört zu sprechen. Keine Therapien schienen zu helfen, bis ein Therapiehund eingesetzt wurde. Langsam begann das Kind mit dem Hund zu sprechen.“
Hunde sind bekannt dafür, einen beruhigenden Einfluss auf autistische Kinder zu haben. Auch helfen sie, Kinder mit motorischen oder sprachlichen Beeinträchtigungen zu motivieren.

Schul- und Klassenzimmerhunde

Anders als Therapiehunde, die mit bestimmten Patienten zusammenarbeiten sind Schul- und Klassenzimmerhunde Teil des normalen Schulalltags und alltäglichen Unterrichtsstunden. Meist haben sie spezielle Aufgaben. Chaplin ist ein Klassenzimmerhund an der Maria Montessori Schule. Er begleitet die Lehrerin ins Klassenzimmer und verweilt dort während der Unterrichtszeit. Nur durhc seine Anwesenheit hat er einen beruhigenden Einfluss auf die Kinder. Die Kinder können mit ihm spazieren gehen, ihn streicheln und füttern und spielen mit ihm während der Pause. Teilen die Kinder ihre Freude an und Zuwendung zum Klassenhund, entsteht eine Verbindung zwischen den Klassenkameraden und die Fähigkeit der Zusammenarbeit wird gestärkt. Auf der anderen Seite begleitet Ben als Schulhund die Rektorin in ihrem Alltag an der Schule, bei ihren Besuchen in verschiedenen Klassen, bei Terminen und Gesprächen. Er hat eine größere Präsenz in der Schule und wird von jedem Kind in der Schule gekannt.
Hunde der Animal Angels Foundation sind Schulhunde, die die Schule für ein paar Stunden in der Woche besuchen, um mit einer bestimmten Gruppe von Kindern zu arbeiten. Sie sind Teil des Klassenzimmers für einen beschränkten Zeitraum.
Aber was macht einen Schulhund aus? Der Hund muss folgende Voraussetzungen erfüllen, um als Therapiehund ausgebildet werden zu können:
Der Hund sollte einen ausgeglichenen Charakter haben und gegenüber Kindern und Teenagern freundlich gesinnt sein.

Der Besitzer sollte ein Hundetraining mit dem Hund durchlaufen haben und der Hund sollte Anweisungen zuverlässig befolgen.
Die Sicherheit aller hat höchste Priorität. Der Hund muss gesund sein und sollte entsprechend der Vorgaben geimpft sein.
Der Hund muss einfühlsam und glücklich im Umgang mit Kindern sein.

Sowohl Frau Müller-Zastrau als auch Frau Fernandez stimmen darin überein, dass das Zusammenleben mit Hunden auch die Kinder verantwortungsbewusster hinsichtlich ihres eigenen Benehmens und einfühlsam hinsichtlich der Bedürfnisse des Hundes macht. „Auch die Kinder brauchen diesbezüglich Regeln“. Die Kinder lernen abwechselnd den Hund zu streicheln und ihn nie ihrer Zuwendung zu überwältigen. Sie lernen, um Erlaubnis zu fragen, den Hund vorsichtig zu streicheln und sich vom Hund zu verabschieden, wenn sie gehen. „Diese Regeln müssen befolgt werden, um sicherzustellen, dass der Hund ruhig bleibt, sich wohl fühlt und somit gut arbeiten kann”, sagt Frau Müller-Zastrau.
Als mein Tag an der Maria Montessori Grundschule zu Ende geht erzählt mir eine Lehrerin, dass die Kinder eine neue Idee hatten. Sie wollen eine Geschichte mit Ben als Detektiv schreiben, in der die anderen Tiere, die in der Schule leben, also mit Chaplin, den Hühnern, den Hasen und den Fischen, Ben helfen einen schwierigen Fall zu lösen. Die Kinder wollen dann inspiriert von der Geschichte ein Theaterstück am Schuljahrestag aufführen. Ich lächele und tätschele Ben im Wissen darüber, was er für die Schule erreicht hat. Jetzt ist er Teil der wachsenden Phantasie der Kinder.

Die Autorin ist eine Erziehungswissenschaftlerin aus Bangalore und erreichbar unter folgender E-Mail Adresse: lakshmikarunkaran@gmail.com

Teacher Plus, Bangalore 01. August 2016
(Teacher Plus ist ein monatlich erscheinendes Magazin aus Hyderabad.)

Übersetzung: Gesine Auerswald

Seit 11.09.2016 in Aktuell, Natur, Presse

76 Tage „Urlaub“ haben Kinder (von) der Schule jedes Jahr. Schauen die Eltern auf ihren Urlaubsanspruch, steht da in der Regel deutlich weniger als die Hälfte dieser „Ferienzeit“. In Hausen bietet die Maria-Montessori-Grundschule seit 2015 im Rahmen der verbindlichen Ganztagesschule rund ums Jahr eine Ferienbetreuung für die „Differenztage“ an.

„2014/2015 haben wir das Ferienprogramm erstmals angeboten“, so Dr. Angelika Müller-Zastrau, Rektorin der Grundschule. Da es ein voller Erfolg wurde, war die Entscheidung schnell gefällt, es zu wiederholen. Das diesjährige Programm, das im Schuljahr 2015/16 die Herbst-, Weihnachts-, Faschings, Oster- wie Pfingstferienprogramm bereits mit Leben füllte, erreicht nun in den Sommerferien den Höhepunkt: Die erste wie zweite – und auch die letzte Ferienwoche sind mit einem bunten Potpourri an Angeboten für die Schulkinder gefüllt, das von Miriam Marek, kommissarische Leiterin der Ganztagesschule und des Schülerhauses in Hausen, geleitet wird.

Mit Evelina Michels, Helga Essers-Lehn und Frauke Löffler können die Schulkinder – täglich sind es zwischen 35 und 50 – unter dem Förderhut der „Kulturschule 2020“ des Landes Baden-Württemberg und der Unterstützung der Stuttgarter Jugendhausgesellschaft, Basteln, Ausflüge durchführen, Spielen wie kreativ experimentieren:  Aus über 60 Schulen wurde die Schule in Hausen mit neun anderen Schulen in Baden-Württemberg vom Kultusministerium für Kultus und Sport Baden-Württemberg und der Karl Schlecht Stiftung  dazu bestimmt, die bereits angelegten kulturbezogenen Module zu erweitern und in der Unterrichtspraxis fest zu verankern. Das Ferienangebot ist die Basis für viele Kinder, dem Unterricht besser folgen zu können.

„In diesem Jahr haben wir als Thema –  Indianer“, so Marek. Die Schüler sind eifrig beim Thema dabei, das Kinder seit Generationen fasziniert: „Bei einigen Kindern mussten wir  beim Thema Indianer allerdings ganz von vorne anfangen.  Sie kennen sowohl bei den Lego- als auch bei den  Playmobilserien nur die dunklen Gestalten der StarWars-Szene, nicht aber die Cowboy-Indianer-Geschichten wie früher“, erzählt Miriam Marek. Doch sie sind mit Feuer und Flamme dabei, wenn es darum geht Pfeil und Bogen zu basteln, Masken zu kreieren, Westen zu schneidern, zu verzieren und zu verschönern, indianische Musikinstrumente musiktauglich herzustellen – oder als Höhepunkt ein Indianertipi mit Naturmaterial zu bauen.

Kinder die diesem Hauptthema nicht viel abgewinnen können, sind tageweise auch auf Schulbauernhof „Zukunftsfelder“ (www.schulbauernhof-zukunftsfelder.de) in Korntal: hier erleben sie hautnah die Tierpflege, wie man z.B. einen Kuhstall ausmistet oder Schweine füttert bzw. Hühner, Ziegen, Schafe oder Gänse versorgt. Bei einem Ausflug in den Wald werden Äste, Blätter und andere Dinge gesammelt, um damit Figuren und Tiere zu gestalten. Mit Frauke Löffler, Mosaik-Künstlerin aus dem Giebel, wird eine Säule im Eingangsbereich der Schule mit Mosaikornamenten gestaltet – sie wird ab dem Schuljahr 2016/17 die Schulkinder willkommen heißen.

Weitere „Top-Angebote“ in den Ferienwochen sind in diesem Jahr noch Wasserspiele, ein Seifenkistenrennen oder auch ein Ausflug zum Killesberg. Außerdem kreiert eine Gruppe lustige Animations- bzw. Trickfilme an den Schulcomputern – und eine weitere Gruppe erstellt eine Fotostory, die in einer eigenen Ferienzeitung veröffentlicht wird. Miriam Marek und Angelika Müller-Zastrau sind sich einig, dass die Kinder in der Ferienbetreuung ein vielseitiges und anregendes Ferienprogramm erleben, bei dem sie die Chance haben, ihre ganz persönlichen Fähigkeiten und Stärken zu entdecken.

Weitere Infos gibt es auf der Webseite der Schule unter www.mmgh.de.

In und um Weilimdorf; Text & Fotos: Hans-Martin Goede; 19.08.2016

 

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Hier werden die Indianerwesten verziert und verschönert  Masken zum Thema Indianer können gebastelt werdenOb man mit den selbstgemachten Pfeil und Bögen auch wirklich schießen kannWeilimdorf_KW 33 - Seite 5 und 6_Seite_1Weilimdorf_KW 33 - Seite 5 und 6_Seite_2