6 Wochen Sommerferien!  Was für ein großes Gefühl von unendlich viel Zeit – Zeit fürs Nichtstun, für Freunde, fürs Schwimmbad, für Urlaub, für Eis, Träume und für die Ferienkinder der Maria Montessori Schule Hausen Zeit für eine dreiwöchige „Weltreise für Abenteurer“, das diesjährige Thema der Sommerferien. Tatsächlich hatten die Ferienkinder so manches  Abenteuer in dieser Zeit zu bestehen. Abenteuerlich war sicherlich die nicht enden wollende Sommerhitze, die den Kindern zeitweise schwer zu schaffen machte. Da half es der Gruppe, sich einfach im Schatten auszuruhen und ein Eis zu essen. Und nachdem dann alle wieder fit wa-ren ging die Reise weiter. Je nachdem in welchem Land die Feriengruppe war, begrüßten sich die Kinder in der jeweiligen Lande-sprache. So hieß es im Chor zum Beispiel „Buenas dias“ oder „Günaydin“. Dazu lernten wir Traditionen und  Besonderheiten aus Frankreich, der Türkei, Italien, Irland, Mexiko, Costa Rica, Lettland und Russland kennen. Diese können im Pavillon von allen Schulkindern an den Pinnwänden bestaunt werden. Die Ferienkinder kennen nun den in ganz Irland bekannten Kobold Leprech- aun oder die Babuschka aus Russland. Gespielt wurde natürlich auch und zwar ländertypisch! Viele Spiele waren unseren sehr ähnlich, andere aber ganz neu für uns zu entdecken. Das Highlight war jedoch die Pinata, eine aus Mittelamerika und Spanien kommende Kugel, die zu Kindergeburtstagen, Ostern oder Weihnachten gebastelt wird und dann mit Süßigkeiten ge-füllt wird. Zuerst bastelten die Ferienkinder ein Pappmachéballon und verzierten diesen anschließend mit Krepppapier. Dies erforderte ei- niges an Geduld. Ein paar der Kinder überlegten sich schon aufzugeben! Schlussendlich hatte dann aber jedes Ferienkind eine schöne, individuelle Pinata:  Die  Kinder nahmen Erdbeeren, Bienen, Tomaten oder bunte Kugeln mit nach hause um diese dann mit Süßigkeiten zu füllen. Musik und Tanz durften  im Ferienprogramm natürlich nicht fehlen! Die Ferienkinder hörten länder-typische Musik und lernten den „Halay“,  einen Nationaltanz aus der Türkei. Diesen tanzen sie nebeneinander in der Reihe an den Händen haltend. Bei den heißen Sommertemperaturen schwitzte die Feriengruppe hierbei ganz schön. Frau Müller-Zastrau und Frau Grenzbach können dies bestätigen, denn sie besuchten die Gruppe und tanzten den aus schnellen Schritten und Hüpfern bestehenden irischen Tanz selbst mit. Selbst einen chinesischen Tanz konnten zwei der Ferienkinder der Tanzgruppe lernen. Nach dem vielen Tanzen hatten die Kinder dann Lust in Eigenregie eine Aufführung vorzubereiten. Sie übten sehr eifrig Stunde um Stunde Spagat und Hand-stand etc. um dies den Ferienbetreuungskindern in einer Aufführung zu präsentieren. Sogar mit Playbackmusik und zwei live singenden Kindern. Hier war wiedermal zu sehen, wie viel künstlerisches Potential in jedem einzel-nen der Kinder steckt! Der Leidenschaft der Ferienkinder zu kochen kam in diesen Ferien das Slow Mobile nach. Das Slow Mobil Stuttgart ist eine kompakte Küche in einem Fahrzeug, in dem Kinder gemeinsam kochen und essen. Das SlowMobil Stuttgart ist ein Projekt, das der Idee der internationalen Bewegung Slow Food nahe steht. Slow Food setzt sich für gute, saubere Lebens- mittel ein, die auch unter fairen Bedingungen erzeugt und gehandelt werden. Slow bedeutet langsam und heißt, dass sich die Kinder im SlowMobil Zeit nehmen, aus frischen Produkten selbst etwas zu kochen. Es gab leckere italienische Sommernudeln und einen gesunden griechischen Salat mit Schafskäse. In der Schulküche backten die Ferienkinder eine superfrische franzö-sische Zitronentarte und ein russischer Aprikosenkuchen mit karamellisierter Zuckerkruste!  Das war unglaublich lecker!  Selbst gemacht schmeckt eben doch am besten. Auf der Reise lernten die Ferienkinder auch einiges über Tiere.  Im Angebot „Die gefäh-rlichsten Tiere unserer Welt“ erfuhren sie einiges z.B. über Flusspferde und Elefanten. Die Feriengruppe begannen mit einem Spiel: Verschiedene Tierbilder sollten zu den passenden Flaggen zugeordnt werden. Auf einer großen Weltkarte suchten die Ferienkinder dann alle zusammen die Lebensräume und Länder der Tiere. Einige Kinder wussten schon einiges über die Merk-male und Fähigkeiten der Tiere und tauschten sich während den Aufgaben rege aus. Ebenfalls bastelten die Ferienkinder Tier-masken und Schlangenmobiles die sich im Wind drehten, modellierten, tonten und bemalten die getontenTiere, was ihnen sehr viel Spaß machte. Besonders schön zu beo-bachten war, dass die älteren bzw. erfahreneren Schüler/-innen den Jüngeren bei ihren Kunstwerken halfen oder sich sogar zu einem Team zusammenschlossen. Bald schon zur Ferientradition gehört der mit Herzblut gespielte Fußball. Kaum morgens angekommen, hört man schon die Frage: „ Kann jemand in die Turnhalle, damit wir Fußball spielen können?“ Dieses Mal gab es daher die Möglichkeit für die Ferien-kinder im Angebot „Schalalalala Fußball“ mit-zumachen und das Spiel mit völlig neuen Regeln zu spielen. Abrupt die Richtung wechseln, mit dem linken Fuß schießen, Rückwärtslaufen usw. Die Ferienkinder trainierten hier nicht nur ihre motorischen Hauptbeanspruchungsformen wie Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit, sondern auch Fairplay! Alle Spieler sind wichtig, zum Spielen (Lernen) gehört es dazu Fehler zu machen und auch mal  etwas auszuprobieren ohne Angst zu haben. Höhepunkt war natürlich das Spiel sechs gegen sechs! Alle Ferienkinder, die lieber Geschichten hören und spielen, konnten auf den Spuren des Wikingerentdeckers Leif Eriksson wandeln und die Segel in der Mitmachgeschichte in Richtung Amerika setzen. Doch bevor wir dort überhaupt ankommen kon-nten, galt es mit viel Geschick, Witz und auch ein wenig Würfelglück verschiedene kleine Aufgaben zu meistern oder kleinere Abenteuer zu bestehen. Oft lachten die Ferienkinder herzhaft, wenn das Würfelglück entschied, dass ein Vorhaben nicht so klappte wie gewünscht. Die Ferienkinder fanden es toll die Handlung und das Ende einer Geschichte spielerisch mitzuge-stalten.Die vielen kreativen Mädchen und Jungen konnten bei Herrn von Wolff bei sommerlichen Temperaturen die unter-schiedlichsten Dinge, wie den Pausenhofmülleimer, eine Sitzbank, mehrere Stühle, einen Fuß (!), zahlreiche Äpfel, Birnen und Bananen mit Nassklebeband bekleben. Mit Geduld und Geschick meisterten die Kinder dies und  trainierten auf diese Weise ihren Tastsinn und ihre Feinmotorik.  Die Stimmung am Klebeplatz war immer sehr entspannt. Während dem Kleben plauderten wir über verschie-dene Länder beziehungsweise die unterschiedlichste Kulturen: z. B. über die osmanische Treppe und den roten Platz. Seitdem wissen die Ferienkinder rot meint groß und nicht die Farbe. Unser Ausflug führte die Feriengruppe in die Räume des Stuttgarter Rathauses. Alle Ferienkinder waren natürlich gespannt, ob sie denn nun Paternoster fahren dürften oder nicht. Und siehe da, nach einem Rundgang mit vielen Informationen und einem leckeren Snack ging es dann los. Hoch und runter, hoch und runter, die Ferienkinder konnten  gar kein Ende finden. Aber jede Reise findet mal ein Ende. So auch unsere Weltreise und die Sommerferien

Es waren tolle Ferien! Eigentlich sollten sie gar nicht zu Ende gehen. Aber sicherlich freuen sich die Ferienkinder auch wieder auf die Schule.