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Weiteres Kunstprojekt an der Maria-Montessori-Grundschule Hausen
Zur Fußball Weltmeisterschaft gibt es ein Schul-Sticker-Album

Hausen (tom).

An der Maria-Montessori-Grundschule Hausen fanden schon zahlreiche Kunstprojekte statt. Beim jüngsten Projekt drehte sich vieles – passend zur Fußball-Weltmeisterschaft – um das runde Leder, aber auch um einen abgeflachten Ikosaeder.
„Das Runde muss ins Eckige”, lautet eine alte Fußball-Weisheit. Doch was, wenn das runde irgendwie auch etwas Eckiges wäre oder zumindest gewesen wäre. Was bliebe dann von dieser Weisheit übrig?
Ganz so philosophisch sind die Schüler der Maria-Montessori-Grundschule in Hausen die Sache nicht angegangen, doch sie haben im Rahmen eines Kunstprojektes gelernt, dass ein Fußball alter Prägung unaufgepumpt ein abgeflachter Ikosaeder ist, der aus genau 32 Fünfecken besteht.
Geleitet haben dieses Kunstprojekt die Künstlerin Susanne Wadle, die schon mehrere Workshops an der Schule durchgeführt hat und der pädagogische Mitarbeiter der Schule Jonescu von Wolff, der selbst auch Künstler ist.

Geschichten über Herrn Lüthi

Von Woff bietet in der Schule einmal pro Woche einen Kreativ-Workshop an, an dem zahlreiche Kinder teilnehmen. Ideengeber in dem Kunstprojekt sind fantasievolle Geschichten über einen gewissen Herrn Lüthi, der in einem Schweizer Bergdorf lebt. Lüthi ist ein Künstler, der gerne Abenteuerromane liest und sich gerne mit abgeflachten Ikosaedern und anderen mathematischen Formen beschäftigt. Lüthi hat auch einen Hosen-Taschen-Haus-Roboter namens Marvin. Herr Lüthi hat die unglaublichs­ten Ideen, die er dann in seinem Atelier umsetzt.
„Den Künstler Urs Lüthi gibt es tatsächlich”, erklärt von Wolff. Von dem Schweizer gibt es beispielsweise ein Foto, auf dem er auf einem scheinbar fliegenden Teppich sitzt. Dieses Bild war die Grundlage für eine der Geschichten, die von Wolff zu Beginn des Workshops einmal erzählt hat. Was die Schüler mit viel Fantasie aus der Geschichte gemacht haben, ist in einer kleinen Ausstellung im Foyer der Schule zu sehen.

Kunstprojekt zum Fußball

Doch zurück zum abgeflachten Ikosaeder. Er ist der beste Freund von Herrn Lüthis Ho­sen-Taschen-Haus-Roboter Mar­­vin. Die beiden haben zusammen natürlich auch eine tolle Geschichte erlebt, bei der ein Fußball eine große Rolle spielt. In den Pfingstferien haben die Teilnehmer des Kunstprojektes dann selbst überdimensionale Fußbälle hergestellt – aus Drahtgeflecht, das mit Papier befüllt und dann mit Zement ummantelt wurde. Anschließend wurden die Bälle bemalt – mit Flaggen verschiedener Länder, aber auch mit anderen Motiven.

Fußballthemen angesprochen

„Wir haben im Rahmen des Projektes natürlich auch viel über Fußball gesprochen”, erzählt von Wolff. Etwa darüber, dass 1991 die erste Fußball-Weltmeisterschaft stattfand – der Damen. Aber auch aktuelle Themen wurden angesprochen, wie die Fehler von Torhüter Karius beim Champions-League Finale und natürlich über die Spieler der Deutschen Nationalmannschaft. Insbesondere Mario Gomez vom VfB Stuttgart sei ein Thema für die Schüler gewesen. „Der VfB ist sehr wichtig für die Schüler. Ich glaube alle hier lieben den Verein.”

Sticker-Album der Schule

Apropos VfB. Den hat von Wolff wegen eines weiteren Projekts rund ums  Thema Fußball angeschrieben. Ideengeber zu diesem Projekt waren die Sticker-Alben, die es zu jeder Fußball-Welt­meis­terschaft gibt. „Wir haben ein Montessori WM-Sammelalbum aufgelegt”, erklärt von Wolff. Stars des Albums sind die Lehrerinnen und Lehrer der Maria-Montessori-Grundschule Hausen – alle mit Bart. Insgesamt 13 Lehrerinnen und Lehrer sind in dem Sammelalbum vertreten. Mit dabei sind darüber hinaus auch die Schulhunde. „Außerdem haben wir vom VfB die Genehmigung bekommen, ein Bild vom Maskottchen des Vereins – dem Fritzle – ins Sticker-Album aufzunehmen”, freut sich von Wolff. Fritzle hat natürlich auch einen Bart bekommen.
„Dieses Schul-Sticker-Album ist glaube ich eine absolute Weltneuheit”, erklärt von Wolff. Er habe zumindest nicht derartiges finden können, auch nicht im WorldWideWeb.  Das Sticker-Album ist pünktlich zum Start der Fußball-Weltmeisterschaft fertig geworden, so dass die Schüler jetzt ihre ganz persönlichen Stars sammeln können.
Von Wolff hat in Kassel Kunst studiert und eine Ausbildung als Erzieher gemacht. Er ist seit 15 Jahren als  selbständiger Künstler tätig und ist seit März pädagogischer Mitarbeiter an der Maria-Montessori-Grundschule in Hausen. Geschichten mit Herrn Lüthi werde es im wöchentlichen Kunstprojekt weiterhin geben, so von Wolff. „Ich schreibe die Geschichten einfach, weil ich sie gerne schreibe.“  Und der vor Ideen förmlich sprühende Künstler und Pädagoge hat auch schon eine Idee, was am Ende des Kunstprojektes passieren soll. „Ziel ist es, am Ende ein eigenes Buch zu machen” – mit den Geschichten von Herrn Lüthi und den Bildern der Schülerinnen und Schüler.

In und um Weilimdorf, Text / Fotos: Tommasi; 15.06.2018

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Seit 20.06.2018 in Aktivitäten, Aktuell, Kunst, Presse

Wenn der (Schul-)Leiter nicht mehr zu gebrauchen ist!

Hausen (tom). Immer am letzten Tag vor den Faschingsferien steht in der Maria-Montessori-Grundschule Hausen eine Theateraufführung auf dem Programm. Dieses Jahr war die Händlerin der Worte zu Gast.

Ein Marktstand in der Schule – das findet man nicht alle Tage. In der Turnhalle der Maria-Montessori-Grund­schule in Hausen allerdings war kürzlich ein bunter Marktstand aufgebaut. Obst oder Gemüse, Käse, Fleisch oder Eier suchte man an dem Stand allerdings vergeblich. Die Händlerin hatte Worte aller Art im Angebot, kleine und große Worte, lustige Worte, aber auch Ersatzworte und solche die man auf die Goldwaage legen kann.
Im Gepäck hatte die Händlerin auch sogenannte Teekesselchenworte – also solche, die gleich klingen und auch gleich geschrieben werden, aber eine unterschiedliche Bedeutung haben. Einige dieser Teekesselchenworte stellte die Händlerin den Schülern in einem Rätsel vor. Und sie hatte die verschiedenen Bedeutungen auch tatsächlich in zwei Teekesselchen versteckt. Die Birne zum Beispiel – also die eine, die man essen kann und die andere, die in der Lampe leuchtet. Oder den Nagel – also den am Finger und den anderen, den man mit einem Hammer in die Wand hauen kann.

Was macht der Artikelomat?
Eine besonders große Kiste hatte die Händlerin mit den Artikeln der, die und das dabei. Um die den Worten richtig zuordnen zu können, hatte sie einen „Artikelomat” mitgebracht. Ein Gerät, in das man oben ein Wort einwirft und unten der dazu passende Artikel herauskommen. Mit einzelnen Worten klappte das ganz gut.

Verwechslungen sind möglich
Als sie aber versucht, einen fehlenden Artikel in einem Satz einzubauen, passiert ein fataler Fehler. „Leiter ist nicht mehr zu gebrauchen”, hieß der Satz. Dabei ging es eigentlich um eine Gartenleiter. Der Artikelomat spuckte aber nicht den erwarteten Artikel „die” aus, sondern ein „der”. „Das ist falsch”, waren sich die Schüler einig. Doch der Artikelomat hatte recht. Er meinte allerdings nicht die Gartenleiter, sondern zum Beispiel den Schulleiter, der nicht mehr zu gebrauchen sei. „Ein Glück, dass die Maria-Montessori-Grundschule eine Schulleiterin hat”, meinte die Händlerin lachend. Der Artikelomat müsse wissen, was der Satz sagen will, erklärt sie den Schülern, sonst könne es tatsächlich zu Verwechslungen kommen.

Der Händlerin alias Véronique Weber gelang es, die Schüler während der gesamten Vorstellung zu fesseln. Gewürzt mit Lieder war es eine kurzweilige The­ateraufführung. Das Theaterstück wurde übrigens 1999 in Frankreich unter dem Titel „La marchande de mots“ uraufgeführt. Seit 2005 ist es im Spielplan der Nimmerland Theaterproduktion.

„Wir haben immer vor den Faschingsferien eine Theateraufführung in der Schule”, erklärt Schulleiterin Angelika Müller-Zastrau. Finanziert werde der Theaternachmittag von den Eltern. Im nächsten Jahr werde dann „Der kleine Prinz” mit Theater und Orchester aufgeführt.

Kulturschule geht weiter
Müller-Zastrau berichtet weiter, dass die Maria-Montessori-Grundschule ihre Zusammenarbeit mit dem JES Theater Stuttgart und dem Stuttgart Ballett Jung im Rahmen des Programms Kulturschule fortsetzt. Wie bei dem Stück „Neschu’ah“, in dem erzählt wurde, wie Drachenfrau Nesu’ha ihre verlorenen Schuhe zurückbekommt, erarbeiten die Schüler den Inhalt des neuen Stückes gemeinsam mit Theater- und Tanzpä­dagogen. „Thema des Stücks werden dieses Mal die Geschlechterrollen sein”, erklärt Müller-Zastrau. Zu dieser Thematik hätten die Schüler auch schon eine Theateraufführung besucht und würden noch zu einer Ballett-Aufführung gehen. Die Uraufführung des von den Schülern erarbeiteten Stückes wird dann im Juni im JES-Theater in Stuttgart sein.

Die Maria-Montessori-Grundschule Hausen feiert in diesem Jahr übrigens 20-jähriges Bestehen. Ein großes Fest wird es im Rahmen des Osterbasars geben, zu dem die Schule am 17. März von 11 bis 16 Uhr einlädt. „An dem Tag wird es um 12.30 Uhr in der Turnhalle eine Aufführung geben”, verrät die Schulleiterin.

Zeitung: In und um Weilimdorf vom 23.02.2018/ Text+Fotos: Tommasi

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Bergheim/Hausen (tom). Das internationale Musik-, Kultur- und Bildungsprogramm „Up with People” war in diesem Jahr erstmals in Stuttgart zu Gast. Im Rahmen ihres Besuches waren einige der insgesamt 80 Teilnehmer auch an zwei Weilimdorfer Schulen. Das Projekt feiert in diesem Jahr übrigens 50-jähriges Jubiläum.
An der Maria Montessori Grundschule in Hausen und an der Gemeinschaftsschule Weilimdorf in Bergheim waren kürzlich Jugendliche aus aller Welt zu Gast. Die jungen Menschen aus insgesamt 20 verschiedenen Nationen waren im Rahmen des internationalen Musik-, Kultur- und Bildungsprogramms „Up with People” nach Stuttgart gekommen. Die rund 80 Teilnehmer der Reise waren von Mexiko nach Deutschland gereist. Ihre erste Station hier war Stuttgart. Weitere Stationen sind Wartenberg und Donaueschingen. Anschließend geht es weiter in die Niederlande, nach Italien und in die USA.

Private Unterbringung
„Die Teilnehmer des Programms sind immer privat untergebracht”, erklärt Jasmin Grenzbach von der Stuttgarter Jugendhaus Gesellschaft, einem der Partner des Projekts in Stuttgart. Teil der Besuche seien immer auch soziale Projekte und Begegnungen mit Kindern und Jugendlichen vor Ort. Ziel von „Up with People” sei es zu zeigen, dass unterschiedliche Kulturen friedlich und besonders kreativ zusammenarbeiten können.

Tänze einstudiert
Eine dieser Begegnungen mit Kindern und Jugendlichen vor Ort war in der Gemeinschaftsschule (GMS) Weilimdorf. Schülerinnen und Schüler der Klassen sieben, neun und zehn hatten dort die Möglichkeit, sich mit den Projektteilnehmern ins Gespräch zu kommen. „Der Austausch fand im Rahmen von verschiedenen Gruppenspielen statt”, erklärt Lehrerin Sabine Hammer. Darüber hinaus seien in Gesprächsgruppen auf englisch verschiedene Themen debattiert worden. Erörtert wurde zum Beispiel die Frage, ob die Welt in 25 Jahren besser sein wird als heute oder ob man als einzelner dazu beitragen kann, dass sich die Welt verändert. Auch Tänze seien gemeinsam einstudiert worden, erzählt Hammer. „Dabei konnten kulturelle und sprachliche Grenzen überschritten und Verständnis für Mitmenschen geschaffen werden.”

Kissen hergestellt
Ganz anders verlief der Besuch der Projektteilnehmer in der Maria Montessori Grundschule. „In zwei Projektgruppen wurden Artikel hergestellt, die auf dem Hausener Weihnachtsmarkt am 2. Dezember (11 bis 14 Uhr) verkauft werden”, erklärt Schulleiterin Angelika Müller-Zastrau. Insgesamt neun Teilnehmer waren an der Schule. Ein Teil von ihnen hat Kissen aus Engel- und Drachenstoffen genäht, die von den Schülern der Grundschule selbst entworfen worden sind. Der andere Teil hat Vogelhäuschen aus Ton hergestellt.

Für andere Teilnehmer seien Besuche in Jugendhäusern auf dem Programm gestanden, erklärt Grenzbach. Die Koordination des Besuches in der Landeshauptstadt habe das Pop-Büro übernommen.

Höhepunkt an jeder Station der Reise ist eine Aufführung der von den Jugendlichen gemeinsam erarbeiteten Show „The Journey”. Die Aufführung in Stuttgart fand im Hegelsaal statt. Im Jubiläumsjahr umfasste die Show historische Highlights aus den vergangenen 50 Jahren. Sie umfasste kurze Pop-Musik-Medleys aus verschiedenen Zeitabschnitten und ein Medley aus typischen internationalen Tänzen.

 

Was ist „Up with people”?

Ziel ist der Austausch mit anderen Kulturen

(tom). „Up with People wurde 1965 in Amerika gegründet. Ziel der Arbeit ist die gemeinsame Arbeit und der Austausch mit anderen Kulturen. Mitmachen können bei dem Projekt junge Menschen im Alter von 18 bis 29 Jahren. An den Shows sind in der Regel zwischen 70 und 100 Menschen beteiligt, die für ein oder zwei Semester mindestens drei Kontinente bereisen, um vor Ort am öffentlichen Leben teilzunehmen, soziale Unterstützung zu leisten und ihre Musik-Show aufzuführen.

In den 1970er Jahren war „Up with People” bei den Olympischen Spielen in München und in Montreal. Der völkerverständigende Pop-Chor half bei der Aufhebung der Rassentrennung in den USA mit, war als internationales Austauschprogramm in China zu Gast und trat schon mehrfach im Weißen Haus und im Bundeskanzleramt auf. In diesem Jahr findet der Abschluss der Tour übrigens im Vatikan statt.

Die Organisation ist in Denver (USA) beheimatet. Die europäische Zentrale befindet sich in Brüssel. Als Gründer gilt John Blanton Belk. Nach einer Einstellung des Programms im Jahr 2000 kam es 2004 vorerst unter der neuen Bezeichnung „WorldSmart” zu einem Neustart. Bald wurde aber wieder mit dem bekannten Namen „Up with People” gearbeitet.

Jedes Jahr werden Interessierte gesucht, die bei „Up With People” mit machen möchten. Diese können sich einfach via Internet auf der Webseite upwithpeople.org bewerben. Welche Voraussetzungen für eine Teilnahme nötig sind, wird auf der Webseite ebenfalls umfassend erklärt.

In und um Weilimdorf, November 2017; Text: Tommasi; Fotos:  privat

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Rahmen der Ferienbetreuung an der Maria Montessori Grundschule in Hausen fand ein weiteres Kunstprojekt unter der Leitung der bildenden Künstlerin, Susanne Wadle statt. Das Angebot sei nur dank Zuwendungen aus dem Innovationsfonds “Zukunft der Jugend” möglich gewesen, freut sich Schulleiterin Angelika Müller-Zastrau.

„Klangtönle“ und „Klangbäumle“ nannten Susanne Wadle und Rolf Haller, pädagogische Fachkraft an der Maria Montessori Grundschule dieses Projekt – angepasst an den schwäbischen Projektort. Im Rahmen des Projektes setzten die teilnehmenden Kinder Fundstücke vom Schrottplatz zu neuen Skulpturen zusammen.

Alte Armlehnen mit zwei Bohrungen, zum Beispiel, fügten die Kinder mit Hilfe von Schrauben, Unterlegscheiben und Muttern zu neuen Gebilden zusammen. Rasch die passenden Schraubenschlüssel zu erkennen und damit umzugehen, war eine von vielen Herausforderungen, die die Schülerinnen und Schüler begeistert und immer souveräner meisterten. Mit viel Fantasie erledigten die Kinder ihre Aufgaben und oft spielte der Zufall auch eine große Rolle, denn keiner wusste schließlich im Vorfeld ganz genau, was sich beim Zusammensetzten der Schrottelemente so alles ergeben würde.

Susanne Wadle, die ja schon einige Projekte in Kindergärten und an der Schule in Hausen durchgeführt hat, war erneut begeistert und stark beeindruckt, wie engagiert die Kinder sich in Teams zusammenfanden, um die Montage ihrer Skulpturen in Angriff zu nehmen. Im Umgang mit diversen Werkzeugen wurden alle Kinder zunehmend sicherer und der zur Verfügung stehende Schraubenberg schrumpfte zusehends.

Jungs und Mädchen nahmen gleichermaßen begeistert an diesem Kreativangebot teil. Dabei entstanden sowohl figürliche als auch abstrakte Skulpturen. In einer folgenden experimentellen Phase entlockten die Kinder diesen Figuren mit Hilfe anderer Materialien ganz unterschiedliche Töne. Im Zusammenspiel gaben die Einzeltöne einen gemeinsamen Wohlklang. In dieser Projektphase zeigte sich, dass sich die Kinder sehr gut aufeinander einlassen konnten, gerne aber auch alleine verschiedene Klänge erprobten.

In der abschließenden Vernissage präsentierten die Kinder ihre Skulpturen und brachten sie zur Freude der Gäste zum Klingen. Die Leiterin des Ganztagesangebots, Jasmin Grenzbach, würdigte die Arbeit der Kinder und der künstlerischen Leiterin Susanne Wadles sowie der pädagogischen Fachkraft Rolf Haller in einer Ansprache, besonders auch deren Ausdauer, mit der sie so kreativ und experimentell zusammenwirkten. „Susanne Wadle ist ein tolle Künstlerin. Ich freue mich sehr, dass Angelika Müller-Zastrau sie für unser Ferienprogramm engagiert hat. Es macht wirklich Freude zu sehen, wie sie die Kinder auf ihre ganz eigene besondere Art regelrecht verzaubert. Wir konnten den Klangbäumen täglich beim ‚Wachsen‘ zusehen und die Kinder sägten, hämmerten und schmirgelten die Metallstücke, ohne müde zu werden. Auf eine unkomplizierte, wertschätzende Art vermittelten sowohl Susanne Wadle als auch Rolf Haller den Kindern den Spaß und die Freude an der Kunst – und natürlich auch die Lust, selbst ein Kunstwerk zu gestalten“, so Grenzbach.

Rolf Haller ergänzte: „Das Projekt war unglaublich kreativ. Alle beteiligten Schülerinnen und Schüler haben harmonisch zusammengearbeitet, und jedes Kind für sich war eine Künstlerin oder ein Künstler – jeder auf seine ganz eigene besondere Art.“

Auch die Schulleiterin, Angelika Müller-Zastrau freute sich sowohl über das gesamte Ferienprogramm als auch über die Ergebnisse. Sie ist sich sicher – in der kreativ-künstlerischen Betätigung von Kindern liegt der Schlüssel für ein profundes Bildungsfundament, denn die Kinder lernen in solchen Projekten fächer­übergreifend und profitieren sowohl in ihrer Teamfähigkeit als auch in ihren ganz persönlichen Lösungs-und Erprobungsstrategien. „Insgesamt sind dies Anforderungen der beruflichen und privaten Lebenswelt, die lebenslang auf die Kinder zukommen werden”, so die Schulleiterin.

Aber auch die anderen Workshops aus der Ferienbetreuung aus den Bereichen Malerei, Mosaik, Kochen, Backen, Wasserröhren bauen, Bewegung, Spiel und Sport konnten sich sehen lassen. Das vielfältige Angebot zeigt, an der Montessori Grundschule Hausen ist auch in der Ferienbetreuung immer für jeden etwas dabei.
Zeitung: In und um Weilimdorf: Text: Tommasi, Fotos: privat

29SeptemberWeils05

 

Holz-Bauprojekt in der Kita beim Fasanengarten

Nesu’ah wohnt jetzt auch in der Kita

An der Maria Montessori Grundschule in Hausen hat die Künstlerin Susanne Wadle zusammen mit Schülern der Klasse Anfangsunterricht zwei im Rahmen eines Kunstprojekts die Drachenfrau Neshua aus Weidenzweigen gestaltet. Bei einem weiteren Kunstprojekt hielt Nesu’ah auch in der Kindertageseinrichtung beim Fasanengarten 43 Einzug.

Die Künstlerin Susanne Wadle hat in Hausen zwei Kunstprojekte durchgeführt. In der Maria Montessori Grundschule wurde die Drachenfrau Nesu’ah mit Erst- und Zweitklässlern der Klasse Anfangsunterricht zwei aus Weidenzweigen gestaltet. Ihren Platz hat die über vier Meter lange Figur im Hof der Grundschule gefunden. Beim zweiten Kunstprojekt in der Kindertageseinrichtung wurde deren Neshua aus bunt bemalten Holzteilen gestaltet. Schon von der Hauptstraße aus ist die ebenfalls über vier Meter lange Skulptur zu sehen. Sie hat dort ihren Platz im Garten gefunden direkt am Zaun im Eingangsbereich der Einrichtung im Fasanengarten 43.

Beim Kunstprojekt in der Kindertageseinrichtung waren auch einige Schüler der Maria Montessori Grundschule dabei und haben tatkräftig mit angepackt. Kindertageseinrichtung und Schule sind Partner im Rahmen des Bildungshauses Hausen. Im Rahmen des Bildungshauses finden regelmäßig gemeinsame Projekte von Grundschülern und Kindergartenkindern statt.

Nachdem in der Maria Montessori Grundschule eine Neshua aus Weidenzweigen geflochten wurde, sollte in der Kindertageseinrichtung mit anderen Materialien gearbeitet werden. Die Wahl fiel auf Holz. „Wir haben verschiedene Werkstätten eingerichtet”, erklärt Künstlerin Susanne Wadle. Unter anderem gab es eine Sägewerkstatt, eine Schleifwerkstatt oder auch eine Malwerkstatt.

Sehr spannend war für die Kinder, dass sie im Rahmen dieses Projektes auch mit verschiedenen Maschinen arbeiten durften. Mit dem Exzenterschleifer wurden die Bretter vor dem Bemalen bearbeitet und beim Zusammenbau von Neshua kam ein Akkuschrauber zum Einsatz. „Die Maschinen durften natürlich nur unter Aufsicht benutzt werden”, hält Sabrina Haller von der Montessori Grundschule fest. „Es ist toll, dass die Kinder im Rahmen des Projektes den Umgang mit Holz und sogar Maschinen kennenlernen können”, ergänzt Kindergartenmitarbeiterin Heidrun Saeger. Vom Kindergarten seien alle Altersgruppen beteiligt. Je nach Alter mal mehr und mal weniger.

Bemalt wurden die Holzteile übrigens mit Acrylfarben. Man müsse auf Acrylfarben zurückgreifen, weil die Skulptur wetterbeständig sein soll, erläutert die Künstlerin. Deshalb sei in der Malerwerkstatt auch ein Malerkittel Pflicht. „Die Farbe würde aus der Kleidung nicht mehr herausgehen”, so Wadle. Sie freue sich sehr, nach dem Projekt in der Maria Montessori Grundschule auch das Projekt in der Kindertageseinrichtung durchführen zu können.

Susanne Wadle hat bereits unzählige Projekte mit Kindergarten- und Schulkindern durchgeführt. So errichtete sie zum Beispiel mit Kindern eine Kinderrechtesäule in der Pfalz für die Grundschule Süd. Das Weidenprojekt an der Maria Montessori Grundschule Hausen und das Projekt in der Kindertageseinrichtung beim Fasanengarten 43 sind Teil einer ganzen Projektreihe in Hausen. Insgesamt wird Susanne Wadle gemeinsam mit der Schule und den Tageseinrichtungen in Hausen acht Projekte durchführen. Finanziert werden die Projekte vom Projektmittelfonds ‚Zukunft der Jugend‘ auf Antrag der Schule und ihrem Kooperationspartner der Ganztagesbetreuung, der Stuttgarter Jugendhausgesellschaft sowie den Geldern, die die Schule im Rahmen ihrer Ernennung zur Kulturschule vom Ministerium für Kultus und der Karl Schlecht Stiftung erhält.

 

 

14JuliWeils01

In und um Weilimdorf 14.07.2017 Text/Fotos: Tommasi